
Guide
Der im Miharashi-Park gelegene Garten „Kosetsu-en“ in Hakodate, Hokkaido, ist der einzige in der gesamten Präfektatur Hokkaido, der als nationales Kulturgut ausgewiesen ist. Er wurde um das Jahr 1898 von dem einflussreichen Bürger Benjiro Iwafune als klassischer „Landschaftsgarten“ (Fuukei-shiki Teien) angelegt. Der Name „Kosetsu-en“ bedeutet „Garten, in dem der Duft von Pflaumen im Schnee liegt“ – ein Name, der von einem Abt des Chion-in-Tempels in Kyoto geprägt wurde, der während der Taisho-Ära nach Hakodate kam. Die weitläufige Anlage besticht durch die harmonische Kombination aus japanischen Elementen, westlicher Architektur und natürlichen Bächen, die zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht zeigen.
Die Geschichte des Gartens reicht bis in die Meiji-Zeit zurück. Benjiro Iwafune widmete die Anlage der Öffentlichkeit, um sich für den geschäftlichen Erfolg zu bedanken, und eröffnete sie 1927 kostenlos für die Bürger. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Gelände Teil des Miharashi-Parks, dem größten Erholungspark von Hakodate. Im Jahr 2001 wurde die Anlage aufgrund ihres historischen und kulturellen Wertes offiziell als „Schönheit der Landschaft“ (Meisho) unter dem Gesetz zum Schutz von Kulturgütern anerkannt. Damit ist Kosetsu-en nicht nur ein Park, sondern ein lebendiges Denkmal der traditionellen japanischen Gartenkunst.

Der Garten gliedert sich in verschiedene Stilbereiche. Der „Japanische Teepavillon-Bereich“ mit seinen Gebäuden im Schoin-Stil vermittelt eine tiefe Ruhe und traditionelle Ästhetik. Im „Bachgarten-Bereich“ können Besucher die natürliche Schönheit von fließendem Wasser, Felsen und Bäumen genießen. Ein besonderes Highlight ist der „Westliche Gewächshaus-Bereich“ mit seinen Backsteinbauten und Blumenbeeten, der eine einzigartige Mischung aus östlicher und westlicher Architektur bietet. Diese Bereiche fließen harmonisch ineinander und bilden ein großartiges Gesamtkunstwerk.
Kosetsu-en zeigt sich zu jeder Jahreszeit von seiner besten Seite. Besonders im Herbst, von Mitte Oktober bis November, ist der Garten ein Highlight: Während des „Hakodate MOMI-G Festa“ werden die Ahornalleen spektakulär beleuchtet. Die nächtliche Illumination der Herbstfarben schafft eine magische Atmosphäre. Im Winter zeigt sich der Garten gemäß seinem Namen als ein Ort der Stille, an dem die Schneelandschaft die skulpturale Schönheit der Gartenanlage unterstreicht. Ob die sanfte Frühlingsluft oder die herbstliche Glut – die Lichtverhältnisse und die Vegetation verändern die Wahrnehmung des Ortes ständig.

Der Fokus liegt hier auf dem „Genuss des Augenblicks“. Besucher können entspannt durch die Anlage spazieren, die Architektur der Teepavillons studieren oder die Geräusche des Wassers und der Natur auf sich wirken lassen. Es ist ein Ort der Kontemplation und Entspannung. Besonders die abendlichen Lichtshows im Herbst bieten ein völlig anderes, fast surreales Erlebnis im Vergleich zu den Besuchen am Tag.
Der Miharashi-Park liegt im Stadtteil Yukawa in Hakodate. Die Umgebung ist geprägt von historischen Gebäuden und viel Grün, was den Park zu einem idealen Stopp auf einer Hakodate-Sightseeing-Tour macht. In der Nähe befinden sich zudem Golfplätze und weitere Grünanlagen, die die natürliche Schönheit der Region unterstreichen.

Da das Gelände weitläufig ist und die Temperaturen je nach Jahreszeit stark schwanken können, empfehlen wir wetterfeste Kleidung. Besonders für die Abendbesuche im Herbst ist warme Kleidung unerlässlich. Da es sich um ein Kulturgut handelt, bitten wir um einen respektvollen Umgang mit der Anlage. Da die Wege teilweise unbefestigt oder uneben sein können, ist festes Schuhwerk sehr zu empfehlen.