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Mibu no Hanadaue ist ein traditionelles Agrarritual, das jedes Jahr am ersten Sonntag im Juni in Mibu, Stadt Kitahiroshima (Präfektur Hiroshima), stattfindet. Dieses Ereignis ist nicht nur ein wichtiges immaterielles Kulturgut Japans, sondern auch als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt, was seine weltweite kulturelle Bedeutung unterstreicht.
Der Name „Hana-daue“ (Blumen-Reispflanzung) leitet sich von der prachtvollen Gestaltung ab: Die Ochsen tragen festlich geschmückte Sättel mit Kunstblumen, und die jungen Frauen (Saotome), die das Reispflanzen vollziehen, sind in leuchtend rote Gewänder gehüllt. Dieses farbenprächtige Schauspiel vor der Kulisse des frischen Frühlingsgrüns wirkt wie ein lebendiges Gemälde. Es gilt als eines der größten Feste dieser Art in Westjapan und symbolisiert die tiefe Verbindung zwischen Glauben und Landwirtschaft.
Das Ritual basiert auf alten Bräuchen der Reispflanzung in Westjapan. Traditionell wurden bei der Arbeit Rhythmen und Musik genutzt, um die Arbeit zu erleichtern und den Göttern für die Ernte zu danken. Durch den Einsatz von Trommeln, Flöten und Glocken wurde die Gemeinschaft geeint und der Gott des Reises (Sanbai) angerufen, um Gesundheit und eine reiche Ernte zu erbitten. Heute wird diese Tradition von lokalen Gruppen wie der „Kawahigashi Dagakudan“ und der „Mibu Dagakudan“ sorgsam an die nächste Generation weitergegeben.
Da das Fest nur am ersten Sonntag im Juni stattfindet, ist die beste Zeit der Frühsommer. Die Landschaft mit den frisch gefüllten Reisfeldern und dem satten Grün ist besonders fotogen. Da das Event im Freien stattfindet, empfiehlt es sich, wetterfeste Kleidung und bequeme Schuhe zu tragen. Bitte beachten Sie, dass die Wege in der Nähe der Felder unbefestigt und teils uneben sein können.
Die Anreise von Hiroshima aus erfolgt meist über Bus oder Zug. Da es sich um ein ländliches Ereignis handelt, ist eine genaue Planung der Verbindungsmittel wichtig.