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Mensama Nentou ist ein tief verwurzelter, traditioneller Neujahrsritus aus der Stadt Wajima in der Präfektur Ishikawa. Dieses Ereignis ist nicht nur als wichtiges immaterielles Kulturgut Japans eingestuft, sondern gehört auch zum UNESCO-Weltkulturerbe unter der Kategorie der „Besuchenden Gottheiten: Maskierte Gottheiten“. Das Ritual findet zweimal im Jahr statt: am 14. Januar („Oide Mensama“) und am 20. Januar („Okaeri Mensama“), um das Unheil von der Gemeinschaft abzuwenden.
Das Herzstück des Festes ist der Anblick von Grundschülern, die als göttliches Ehepaar verkleidet sind. Sie tragen die charakteristischen Masken (Kushigaki-Maske für den Mann und Jorō-Maske für die Frau) und ziehen durch die Straßen. Mit kleinen Zweigen des Sakaki-Baumes in der Hand besuchen sie die Häuser in respektvollem Schweigen, um vor den Hausaltären (Kamidana) Zeremonien abzuhalten. Es ist weit mehr als ein bloßes Spektakel; es ist ein spiritueller Akt, der die Gemeinschaft stärkt.
Die Wurzeln von Mensama Nentou liegen im Schutz der Bewohner von Wajima-Sakimachi. Am 14. Januar ziehen die Maskierten von der Bergseite der Stadt her ein, während sie am 20. Januar von der Seeseite her kommen, um etwa 200 Haushalte zu besuchen. Dieser Besuch der Gottheiten dient dazu, Unheil zu vertreiben und Glück zu bringen. Die Tradition spiegelt die japanische Vorstellung wider, dass das Erscheinen von maskierten Wesen (Raifun-shin) Segen bringt und Unordnung beseitigt.
Ein absolutes Muss ist das Beobachten der Kinder in ihrer traditionellen Tracht (Sashi-hakama und Kaku-zori) mit den markanten Masken. Die Ernsthaftigkeit, mit der sie die Türen klopfen und die Rituale vor den Hausaltären vollziehen, ist beeindruckend. Auch die Interaktion der Hausbesitzer, die mit Gebeten und dem Gruß „Mensama, herzlichen Glückwunsch!“ die Gottheiten willkommen heißen, zeigt die tiefe Verbindung zwischen den Menschen und ihren Traditionen. Ein guter Ausgangspunkt ist der Wajima-mae-Schrein oder der Jūzō-Schrein.
Da es sich um ein spezifisches Neujahrsritual handelt, findet es nur an zwei Tagen im Jahr statt: dem 14. und 20. Januar. Die Zeremonien beginnen gegen 08:30 Uhr an den Schreinen. Um den Beginn des Prozesses nicht zu verpassen, empfehlen wir, gegen 08:00 Uhr an den Schreinen (Wajima-mae oder Jūzō) zu sein.