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Das Matsumoto Bonbon ist eines der größten Sommerfeste in der Präfektur Nagano und findet jedes Jahr am ersten Samstag im August im Zentrum von Matsumoto statt. Das Fest ist geprägt von den Gesängen und Tänzen, die durch die historische Burgstadt am Fuße der Alpen widerhallen. Im Gegensatz zu traditionellen, eher ruhigen Bon-Odori-Festen zeichnet sich dieses Event durch extrem schnelle, Samba-ähnliche Rhythmen aus. Die Teilnehmergruppen, sogenannte „Ren“, ziehen unter den Klängen spezieller Lieder, die oft lokale Ortsnamen enthalten, durch die Straßen. Während des Festes werden die Hauptstraßen von der Station Matsumoto bis hin zur Burg Matsumoto für Autos gesperrt, sodass die gesamte Stadt in eine ausgelassene Feststimmung eintaucht.
Die Wurzeln des Matsumoto Bonbon liegen im Jahr 1975. Es entstand im Zuge einer Zeit, in der auch andere Regionen in der Präfektur Nagano Events zur regionalen Förderung initiierten. Der Name leitet sich von „Bonbon“ ab, einem traditionellen Fest für junge Mädchen, das in Matsumoto seit langem praktiziert wird. Trotz Herausforderungen wie extremen Regenfällen oder Einschränkungen in den letzten Jahren wurde das Fest als wichtiges Kulturgut bewahrt. Heute wird es durch die Zusammenarbeit vieler Gruppen und Unternehmen unter der Leitung des Matsuomoto Bonbon Komitees organisiert, um Tradition mit moderner Energie zu verbinden.
Das Herzstück des Festes ist der dynamische Tanz der „Ren“. Diese Gruppen bestehen aus Schülern, Studenten, Angestellten und lokalen Vereinen und umfassen oft zwischen 30 und 200 Personen pro Gruppe. Die Musik besteht aus vier Chören, die in einem endlosen Loop gespielt werden, was die Energie über lange Zeit aufrechterhält. Ein besonderes Highlight ist der Wettbewerbscharakter: Die Gruppen werden von einer Jury bewertet, was den Tanz zu einem echten „Tanz-Wettbewerb“ macht. Die Geschwindigkeit der Rhythmen und die kraftvollen Bewegungen der Tänzer ziehen die Zuschauer magisch an.
Das Fest findet jährlich am ersten Samstag im August statt, etwa von 17:50 Uhr bis 21:10 Uhr. Die Stimmung steigt mit der Dunkelheit und der festlichen Beleuchtung der Stadt massiv an. Da es ein Sommerfest ist, ist es am angenehmsten, die kühleren Abendstunden bei einem Spaziergang durch die Stadt zu genießen. Nach dem Ende des Festes gibt es oft eine gemeinschaftliche Aktion zur Reinigung der Straßen, was den hohen Stellenwert der lokalen Ordnung und Sauberkeit unterstreicht.
Sie können das Spektakel entweder als Zuschauer direkt am Straßenrand oder als Teil einer Gruppe erleben. Die Atmosphäre, in der sich hunderte Menschen im Einklang mit den schnellen Samba-Rhythmen bewegen, ist weitaus energiegeladener als klassische japanische Tänze. Rund um die Veranstaltungsorte finden sich zudem zahlreiche Stände mit regionaler Kulinarik, die das Festgeschehen perfekt ergänzen.
Das Festgelände erstreckt sich vom östlichen Teil der Station Matsumoto bis hin zur Burg Matsumoto durch die historische Altstadt. Gebiete wie Ekimae-odori, Honcho und Nakamachi werden für den Verkehr gesperrt. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Nationalgeschützten Burg Matsumoto sowie die malerischen Straßen von Nakamachi, die ideal für einen Bummel vor oder nach dem Fest sind.
Da es sich um eine Outdoor-Veranstaltung im Hochsommer handelt, empfehlen wir leichte, atmungsaktive Kleidung und bequeme Schuhe. Die Wege sind während des Festes sehr voll. Für Zahlungen an den Ständen und in den umliegenden Restaurants ist Bargeld (Japanische Yen) dringend empfohlen. Bitte achten Sie darauf, Ihren Müll wieder mitzunehmen, da die lokale Gemeinschaft großen Wert auf die Sauberkeit der Stadt legt.