
Guide
Der Marunuma Dam befindet sich in der Gemeinde Katashina in der Präfektur Gunma und ist ein herausragendes Beispiel für eine Talsperre mit einer sogenannten Buttress-Struktur (Stützmauer-Konstruktion). Aufgrund seiner Seltenheit und historischen Bedeutung wurde er als das erste japanische Wasserkraftwerk als nationales Kulturgut (Bauwerk) ausgewiesen. Diese Bauweise ist in Japan äußerst selten, und der Marunuma Dam zählt zu den größten existierenden Anlagen dieses Typs. Die Struktur wird durch vertikale Stützen getragen, was dem Dam ein markantes, geometrisches Aussehen verleiht und die technologische Entwicklung der frühen Showa-Ära dokumentiert.
Der Bau des Marunuma Dam wurde 1931 (Showa 6) abgeschlossen. Die damalige Ingenieurskunst der Jomo Electric Power Co., Ltd. war für die Zeit äußerst fortschrittlich. Der Damm wurde zudem als „Auszeichnungswürdiges Ingenieurwesen“ (Selected Civil Engineering Heritage) anerkannt. Trotz des Alters von über 70 Jahren ist die Anlage voll funktionsfähig und bewahrt den ursprünglichen Charakter der modernen Infrastrukturgeschichte Japans. Er steht nicht nur als funktionales Bauwerk, sondern auch als Symbol für die industrielle Modernisierung des Landes.

Besonders beeindruckend ist die Ansicht der massiven Betonstützen, die wie ein Gitterwerk wirken. Von bestimmten Punkten aus lässt sich die monumentale Größe der Konstruktion perfekt studieren. Der Damm bildet zusammen mit dem Marunuma-See eine harmonische Einheit mit der Landschaft. Ein besonderes Highlight für Sammler ist die „Dam Card“. An speziellen Orten in Katashina (wie der Katashina Tourismusvereinigung, der Roadside Station Oze-Katashina oder dem Marunuma Onsen Kankoso) können Besucher gegen Vorlage eines vor Ort gemachten Fotos eine offizielle Dam Card erhalten.
Die Umgebung des Marunuma Dam ist geprägt von den vier Jahreszeiten. Im Frühling und Sommer ist die Natur besonders grün und die Wasserflächen spiegeln das lebendige Licht wider. Im Herbst bietet die Laubfärbung einen spektakulären Kontrast zur grauen Betonstruktur des Damms. Im Winter ist die Region auch für Wintersportler attraktiv. Um die beste Perspektive auf die Frontseite des Damms zu erhalten, empfiehlt sich der Weg über den „Marunuma Natural Trail“. Von dort aus kann man auch die Perspektive eines Bootes einnehmen.
Neben dem Wandern auf dem Marunuma Natural Trail, der einen direkten Blick auf die Struktur ermöglicht, gibt es gelegentlich spezielle geführte Touren in das Innere des Damms. Diese sind jedoch oft nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Ein weiteres Erlebnis ist das Sammeln der regionalen „Premium Dam Cards“ oder der Besuch der Roadside Station Oze-Katashina, wo man die lokale „Marunuma Dam Curry“ probieren kann – ein kulinarisches Highlight für Regionen-Liebhaber.
Der Damm liegt in der Nähe des Nikko-Nationalparks und bietet eine hervorragende Infrastruktur für Naturliebhaber. Er ist gut erreichbar über die Nationalstraße 120. In der Nähe finden Sie zudem die heißen Quellen von Marunuma Onsen sowie verschiedene Raststationen, die eine ideale Basis für Wanderungen oder den Aufenthalt in der Region bieten.
Da die Umgebung sehr naturnah ist, sollten Sie auf die wechselnden Temperaturen achten und festes Schuhwerk tragen. Für den Erhalt der Dam Card ist ein Foto vor Ort zwingend erforderlich – bringen Sie also Ihr Smartphone oder eine Kamera mit. Bitte prüfen Sie vorab die Verfügbarkeit von Führungen oder die Öffnungszeiten der Verkaufsstellen, da diese saisonal variieren können.