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Das Kyū Asa Mōri-ke Hagi Yashiki Nagaya ist das ehemalige Anwesen der Asa Mōri-Familie, deren Wurzeln auf Motoaki, dem fünften Sohn von Mōri Motonari, zurückgehen. Die Familie erhielt das Gebiet um Asa in der Nähe des heutigen Sanyō-Onoda nach der Umsiedlung nach Hagi. Ursprünglich umfasste das Anwesen eine riesige Fläche von etwa 15.500 m², doch nach der Meiji-Restauration wurden die Hauptgebäude abgerissen. Was heute geblieben ist, ist dieses beeindruckende Langhaus (Nagaya) im Irimoya-Stil, das im Jahr 1856 errichtet wurde. Es gilt als eines der bedeutendsten erhaltenen Gebäude dieser Art in Hagi und ist als nationales Kulturgut geschützt.
Die Familie Asa Mōri spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte des Mōri-Clans. Die Geschichte dieses Anwesens reicht bis in das Jahr 1856 (Ansei 3) zurück und bietet einen tiefen Einblick in die soziale Struktur und den Lebensstil der Samurai-Gesellschaft am Ende der Edo-Zeit. Das Gebäude ist ein wertvolles Zeugnis der regionalen Geschichte und wird heute sorgfältig als kulturelles Erbe gepflegt, um die Architekturtraditionen an kommende Generationen weiterzugeben.

Das herausragende Merkmal ist die enorme Länge des Gebäudes: Es hat eine Breite von 5 Metern und eine Länge von 51,5 Metern, gekrönt von einem traditionellen Ziegeldach im Irimoya-Stil. Das Innere ist in fünf Abschnitte unterteilt, wobei die Bereiche ohne Boden (Doma) gestaltet sind. Besonders hervorzuheben ist der östliche Bereich mit seinen edlen Tatami-Matten und Korridoren, der vermutlich als repräsentativer Aufenthaltsort für hochrangige Personen diente. Hier lässt sich die prächtige Architektur und die Lebensweise der Samurai hautnah erleben.
In der malerischen Stadt Hagi zeigt das Anwesen je nach Jahreszeit einen anderen Charakter. Besonders im Frühling, Sommer und Herbst bei hellem Tageslicht lassen sich die Texturen des Holzes und der Tatami-Matten sowie die architektonischen Details besonders gut bewundern. Das Spiel von Licht und Schatten zu verschiedenen Tageszeiten verleiht der historischen Szenerie eine ganz besondere Atmosphäre.

Besucher können die hochentwickelten Bautechniken der späten Edo-Zeit studieren. Die Struktur des Daches und die eleganten Tatami-Korridore bieten einen authentischen Einblick in die traditionelle japanische Wohnkultur und den Status der Samurai-Klasse. Es ist eine Reise zurück in die Vergangenheit der japanischen Architektur.
In der näheren Umgebung finden Sie weitere historische Stätten wie die Burgruine Hagi, den Shizuki-Park, das Hagi-Warenmuseum (Hagi-yaki) und das Tenjuin-Grabmal. Für einen effizienten Rundgang empfiehlt sich der Erwerb eines Kombi-Tickets, das auch Zugang zu anderen Sehenswürdigkeiten in der Region bietet.
Da es sich um ein Gebäude mit Tatami-Matten handelt, müssen die Schuhe vor dem Betreten ausgezogen werden. Wir empfehlen daher, Socken zu tragen. Bitte achten Sie darauf, keine Speisen oder Getränke im Gebäude zu verzehren und halten Sie sich an die Fotografie-Regeln, um das Kulturgut zu schützen. Die Bezahlung erfolgt in der Regel bar oder mit einem Kombiticket der Stadt Hagi. Da die englischsprachige Beschilderung begrenzt sein kann, ist ein respektvoller Umgang mit der historischen Substanz besonders wichtig.