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Die Kyū Yūro-ke Jūtaku, auch bekannt als das 'Haus der Fūjin', ist ein in Japan als wichtiges Kulturgut anerkanntes Bauwerk in der Stadt Mogami, Präfektur Yamagata. Das Anwesen repräsentiert eindrucksvoll den Baustil der frühen Edo-Zeit. Ursprünglich diente es nicht nur als Wohnhaus, sondern auch als Sitz lokaler Amtsträger (Shōya) und als Herberge für Reisende entlang der Handelsstraßen. Mit einer Länge von etwa 25 Metern ist das reetgedeckte Gebäude ein monumentales Zeugnis der damaligen Lebensweise und sozialen Strukturen.
Die Geschichte des Hauses reicht bis in die frühe Edo-Zeit zurück. Es war der Wohnort von Beamten, die die Grenzen zwischen den Daimyō-Territorien von Sendai und Shinjō bewachten, was ihm den Namen 'Haus der Fūjin' (Haus der Grenzwächter) einbrachte. Da die Region zudem für die Pferdezucht bekannt war, ist die Architektur eng mit der damaligen Kultur der Pferdenutzung verknüpft.
Besonders berühmt ist der Ort durch die Verbindung zum legendären Haiku-Dichter Matsuo Bashō. Im Jahr 1689 blieb Bashō zusammen mit seinem Schüler Sora während seiner berühmten Reise 'Oku no Hosomichi' hier für drei Tage. Aufgrund schlechten Wetters war er gezwungen, in diesem Haus zu übernachten. Es wird überliefert, dass er in dieser Zeit die berühmte Zeile über das enge Zusammenleben von Mensch und Pferd verfasste, was die unmittelbare Nähe zur Natur und zum Vieh verdeutlicht.
Das Herzstück ist die beeindruckende Größe und Struktur. Mit einer Grundfläche von ca. 269 Quadratmetern zeigt das Gebäude die hochentwickelte Handwerkskunst der Edo-Zeit. Im Inneren finden Sie verschiedene Räume wie das 'Irizashiki' sowie einen Innenhof und einen Stallbereich. Die Architektur verdeutlicht, wie Mensch und Pferd unter einem Dach lebten. Dank einer sorgfältigen Restaurierung können Besucher die ursprüngliche Pracht und die Details der historischen Bauweise hautnah erleben.
Das Anwesen ist in der Regel von April bis November zugänglich. Die Sommermonate oder der Herbst eignen sich hervorragend, um die Textur des Reetdachs und die hölzernen Strukturen im Tageslicht zu bewundern. Bitte beachten Sie, dass die Anlage in den Wintermonaten (Dezember bis März) geschlossen ist. Ein Besuch während der hellen Tagesstunden ermöglicht die beste Sicht auf die kunstvollen Balken und die traditionellen Raumaufteilungen.