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Das Kyū Yokota-ke Jūtaku ist ein Samurai-Anwesen, das vermutlich in der ersten Hälfte bis Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Seit 1986 ist es als nationales Kulturgut Japans gelistet und bewahrt die typische Struktur und Aufteilung eines mittleren Samurai-Hauses der Matsushiro-Region. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten durch die Stadt Nagano ist die Anlage seit 1992 für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf dem Gelände finden sich ein imposantes Nagaya-Tor (Wohnhaus-Tor), ein zweistöckiges Haupthaus, ein Ruhehaus für Senioren sowie traditionelle Speicher. Diese Elemente ermöglichen es Besuchern, die räumliche Struktur und das tägliche Leben der Samurai der Edo-Zeit unmittelbar nachzuvollziehen.
Das Anwesen war der Stammsitz der Familie Yokota, die in der späten Edo- bis zur Meiji-Ära hochrangige Positionen wie den Präsidenten des Obersten Gerichtshofs oder den Eisenbahnminister stellte. Die Familie ist zudem eng mit historischen Dokumenten wie dem „Tomioka Nikki“ verknüpft. Die Architektur spiegelt den authentischen Stil der mittleren Samurai-Klasse des Matsushiro-Clans wider. Durch die kontinuierliche Pflege der Stadt Nagano bleibt dieses wertvolle Zeugnis der sozialen Strukturen und der damaligen Handwerkskunst erhalten.

Das Highlight ist die vollständige Komposition eines Samurai-Anwesens. Besonders beeindruckend ist das große „Nagaya-Tor“, das an den Seiten Wohnräume für Diener und Gefolgsleute bot. Das Haupthaus weist teilweise zwei Stockwerke auf, was die hochentwickelte Bautechnik der Zeit demonstriert. Ein weiteres Erlebnis ist der Garten, der durch die Technik des 'Shakkei' (geborgte Landschaft) die fernen Berge in das Design einbezieht. Das harmonische Zusammenspiel von Wasserläufen (Segi) und Teichen schafft eine friedliche, grüne Oase, die den Geist der alten Ära atmet.
Die Natur verleiht dem Anwesen zu jeder Jahreszeit einen neuen Glanz. Im Frühling und Sommer besticht die Anlage durch das satte Grün der Gärten und die kühlende Wirkung der Wasserläufe. Ein Besuch während der hellen Tagesstunden wird empfohlen, um die feinen Details der Architektur und die Farben des Gartens optimal genießen zu können. Die Öffnungszeiten sind saisonal bedingt: Von April bis Oktober ist die Anlage von 9:00 bis 17:00 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr) geöffnet, während sie von November bis März von 9:00 bis 16:30 Uhr (letzter Einlass 16:00 Uhr) zugänglich ist.

Genießen Sie die Stille und beobachten Sie die traditionelle Architektur in einer entspannten Atmosphäre. Beim Spaziergang durch das Gelände können Sie die Struktur des Nagaya-Tors und die Bewegung des Wassers in den Teichen hautnah erleben. Gelegentlich werden auch Führungen durch Freiwillige angeboten, die tiefergehende historische Einblicke gewähren. Es ist ein Ort, an dem man die Harmonie zwischen Architektur und Natur mit allen Sinnen erfassen kann.
Das Anwesen liegt im historischen Viertel von Matsushiro. In der Nähe befinden heavy sich weitere geschichtsträchtige Orte wie das Sanada-Museum, die Bunbu-Schule und die Ruinen der Burg Matsushiro. Ein Rundgang durch die historische Stadtstraße ist ideal, um die Geschichte des Matsushiro-Clans umfassend zu erleben.
Da Sie sich auf historischem Gelände und in Gärten bewegen, empfehlen wir dringend bequeme Wanderschuhe, da der Boden uneben sein kann. Bitte achten Sie darauf, die Regeln für das Fotografieren und das Betreten der Gebäude strikt einzuhalten, um die Kulturgüter zu schützen. Die Zahlung der Eintrittsgebühr erfolgt in der Regel in Bar (JPY). Eine Vorab-Reservierung ist nicht erforderlich, aber es empfiehlt sich, vorab die aktuellen Informationen zu prüfen.