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Das Kyū Sharp Jutaku, auch bekannt unter dem Namen „Moegi no Yakata“ (Haus des hellgrünen Lichts), ist ein historisches westliches Gebäude im Kitano-Viertel von Kobe, Präfektur Hyogo. Aufgrund seiner bezaubernden Außenansicht ist es ein sehr beliebtes Ziel. Es wurde 1903 als Residenz für Hunter Sharp, den damaligen US-Konsul, erbaut. Das Gebäude ist ein zweistöckiges Bauwerk im typischen Kolonialstil, das sich durch eine leichte und elegante Erscheinung von den schweren, neobarocken Gebäuden in der Umgebung abhebt. Heute ist es als wichtiges nationales Kulturgut Japans gelistet und bewahrt die Architektur und den Lebensstil jener Ära.
Die Geschichte dieser Residenz reicht bis in das frühe 20. Jahrhundert zurück, als sie für den US-Diplomaten Hunter Sharp errichtet wurde. Das Design wird A.N. Hansel zugeschrieben. Später, im Jahr 1944, ging das Haus in den Besitz eines deutschen Eigentümers über und wurde später von Hideo Kobayashi, dem Präsidenten der Kobe Electric Railway, genutzt, bis 1978. Aus diesem Grund ist es auch als „Kobayashi-Residenz“ bekannt. Im Jahr 1980 wurde das Gebäude zusammen mit dem weitläufigen Grundstück zum nationalen wichtigen Kulturgut erklärt. Ursprünglich als „Weiße Ijinkan“ bekannt, wurde der Name nach Restaurierungsarbeiten in den späten 1980er Jahren in den heutigen Namen geändert, da die ursprüngliche hellgrüne (Moegi) Farbe der Fassade wiederentdeckt wurde.

Im Inneren des Hauses finden Sie luxuriöse Details aus der Zeit der Entstehung. Besonders hervorzuheben sind die zwei unterschiedlich gestalteten Erkerfenster (Bay Windows) und die wunderschöne Treppe mit Mosaikverzierungen, die den Einfluss des Barockstils zeigen. Ein absolutes Highlight ist das Sonnenzimmer im zweiten Stock. Von hier aus können die Besucher das helle Licht und den weiten Blick über die Stadt Kobe genießen, was einen tiefen Einblick in das damalige Lebensgefühl ermöglicht. Ein weiteres bewegendes Detail ist die Geschichte des Erdbebens von Hanshin-Awaji 1995: Im Garten sind die Ruinen von drei einst eingestürzten Schornsteinen als Mahnmal erhalten geblieben.
Das Gebäude ist zu jeder Jahreszeit sehenswert, aber besonders empfehlenswert ist ein Besuch während der hellen Tagesstunden. Wenn die Sonne direkt in das Sonnenzimmer scheint, entsteht ein magisches Lichtspiel mit der charakteristischen hellgrünen Fassade. Ein Besuch am Vormittag oder frühen Nachmittag ermöglicht es Ihnen, die feinen architektonischen Details und die Farbenpracht am besten zu erleben. Da das Gebäude nach Einbruch der Dunkelheit schließt, sollten Sie die Besichtigung in den hellen Stunden planen.
Hier können Sie die Atmosphäre der Meiji- und Taisho-Ära hautnah erleben. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Beobachtung der feinen Dekorationen und der Architektur, die den damaligen Lebensstil widerspiegelt. Ein Spaziergang durch den Garten, in dem die Spuren des Erdbebens sichtbar sind, bietet zudem eine tiefere Verbindung zur Geschichte der Region. Es ist wie eine Zeitreise in die Ära der Diplomaten und wohlhabenden Bewohner.
Das Kyū Sharp Jutaku liegt mitten im charmanten Kitano-Viertel, einem Gebiet, das für seine „Ijinkan“ (ausländische Villen) bekannt ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich das imposante „Kazamidori no Yakata“ im Neobarock-Stil. Ein Vergleich dieser beiden unterschiedlichen Baustile ist sehr aufschlussreich. Zudem gibt es in der Umgebung viele stilvolle Cafés und kleine Geschäfte, die zum gemütlichen Bummel durch die historischen Straßen einladen.
Da das Gebäude Treppen und verschiedene Ebenen besitzt, empfehlen wir das Tragen von bequemen Schuhen. Bitte achten Sie auf den respektvollen Umgang mit dem historischen Kulturgut. Die Bezahlung vor Ort ist sowohl in bar als auch per Kreditkarte möglich. Während teilweise englischsprachige Informationen vorhanden sind, ist der Service primär auf Japanisch. Eine Reservierung ist nicht erforderlich, jedoch sollten Sie die Öffnungszeiten vorab online prüfen, da diese saisonal variieren können.