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Die alte Radiofernstation Sasebo (auch bekannt als Hario-Musen-to) ist ein historisches Bauwerk in Sasebo, Präfektur Nagasaki, das aus drei massiven Stahlbetontürmen mit einer Höhe von jeweils etwa 136 Metern besteht. Die Anlage wurde 1922 fertiggestellt und repräsentiert den damaligen Stand der Technik. Heute ist sie als wichtiges Kulturgut Japans eingestuft und Teil des kulturellen Erbes der Japanischen Marine (Japan Heritage: Yokosuka, Kure, Sasebo und Maizuru). Die drei Türme sind in einem Dreieck mit einem Abstand von etwa 300 Metern zueinander angeordnet, was eine einzigartige und imposante Silhouette erzeugt, die schon aus der Ferne sichtbar ist.
Die Anlage wurde von der kaiserlichen Marine gebaut, um die wachsende Bedeutung der Funkkommunikation nach dem Russisch-Japanischen Krieg zu unterstützen. Der Bau dauerte etwa vier Jahre und erforderte höchste technische Präzision. In der Geschichte wird der Ort oft im Zusammenhang mit der Übermittlung von verschlüsselten Nachrichten während des Pazifikkrieges genannt. Nach dem Krieg wurde die Anlage von der Küstenwache und der Seefreiwilligen Selbstverteidigungsstreitmacht genutzt und blieb bis 1997 als Funkstation in Betrieb. Im Jahr 2013 wurden die Funkmasten sowie die Telegrafenstation und das Öllager offiziell als nationale wichtige Kulturgüter anerkannt. Die Türme gehören zu den höchsten erhaltenen Betonstrukturen aus der Taisho-Ära.

Das markanteste Merkmal sind die drei Funkmasten mit einer Höhe von 136 Metern. Die Konstruktion ist äußerst robust: Jeder Turm hat einen Basisdurchmesser von etwa 12 Metern und eine Wandstärke von ca. 76 cm. Die Anordnung der Türme in einem gleichseitigen Dreieck auf dem weitläufigen Gelände ist ein architektonisches Highlight. Neben den Türmen gibt es auch Nebengebäude wie das Telegrafenhaus und das Öllager, die einen authentischen Einblick in die damalige Kommunikationstechnik bieten. Gelegentlich gibt es spezielle öffentliche Führungen, die das Verständnis für die historische Rolle der Anlage vertiefen.
Die Anlage ist in der Regel tagsüber zugänglich. Unabhängig von der Jahreszeit können die monumentalen Strukturen besichtigt werden. Besonders bei hellem Tageslicht lassen sich die Textur des Betons und die Details der Architektur hervorragend erkennen. Je nach Sonnenstand und Wetterlage verändert sich auch die Silhouette der Türme vor dem Himmel, was ein tolles Fotomotiv bietet. Bitte beachten Sie, dass sich die Öffnungszeiten und die Zugänglichkeit zu bestimmten Gebäudeteilen ändern können.

Gelegentlich werden geführte Touren durch Freiwillige angeboten. Hier können Besucher mehr über den Wandel der Kommunikationstechnologie und die Architektur der Zeit lernen. Ein besonderes Highlight sind gelegentliche Sonderöffnungen, wie etwa bei Untersuchungen am Fundament des ersten Turms, bei denen auch unterirdische Strukturen gezeigt werden. Es besteht oft die Möglichkeit, die Telegrafenstation oder das Öllager zu besichtigen, um die physische Umgebung der damaligen Zeit hautnah zu erleben.
In der Nähe der Anlage befinden sich Gebiete mit historischer Landschaft wie die Saikai-Brücke. Sasebo bietet zudem viele weitere historische Stätten, die Teil der Route des „Sasebo Naval Legacy Trip“ sind. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann zusätzlich Museen in Sasebo besuchen, um die militärische und maritime Geschichte der Region besser zu verstehen.

Da das Gelände weitläufig und teilweise unbefestigt ist, wird das Tragen von festem, bequemen Schuhwerk empfohlen. Der Eintritt zur Anlage ist kostenlos, jedoch sollten Sie für die Anreise und Verpfiege in der Umgebung Bargeld oder eine Kreditkarte bereithalten. Informationen zur Verfügbarkeit von englischsprachigen Führern oder Schildern sollten vor Ort geprüft werden. Da es sich um ein geschütztes historisches Denkmal handelt, bitten wir darum, die Anweisungen vor Ort zu befolgen und die Bausubstanz zu respektieren. Fotografie ist erlaubt, sofern die Regeln für das Denkmal eingehalten werden.