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Das Kyū Katayama-ke Jūtaku ist das ehemalige Anwesen der Familie Katayama, die in der Region Bwaya (Stadt Takahashi, Präfektus Okayama) eine zentrale Rolle bei der Herstellung und dem Verkauf von Bengala (rotem Eisenoxid) spielte. Die Architektur, die bis in die Edo-Zeit zurückreicht, ist hervorragend erhalten. Neben dem Haupthaus umfasst das Gelände verschiedene Nebengebäude, die eng mit der Bengala-Produktion verknüpft waren. Dieser Ort ist ein lebendiges Symbol für die Blütezeit von Bwaya, als die Kupferbergbau- und Bengala-Industrie die Region reich gemacht hatten.
Die Stadt Bwaya entwickelte sich seit der frühen Edo-Zeit durch den Kupferbergbau zu einem bedeutenden Handelszentrum. Die Familie Katayama ist ein traditionsreiches Haus, das seit der Gründung im Jahr 1759 über 200 Jahre lang die Produktion und den Vertrieb von Bengala betrieb. Das heutige Gebäude wurde unter der Leitung von Kichikata Katayama, einem einflussreichen lokalen Würdenten, und unter Verwendung der Expertise der berühmten Tempelbaumeister aus der Sekishū-Region vollendet. Diese Bauwerke sind tief in der regionalen Industriegeschichte verwurzelt.
Das Anwesen besteht aus dem Haupthaus, das die typische Fassade eines Bengala-Handelshauses zeigt, sowie aus verschiedenen Funktionsgebäuden für die Produktion. Die Struktur spiegelt den Lebensstil und die Architektur der wohlhabenden Kaufmannsfamilien der damaligen Zeit wider. Das gesamte Ensemble ist ein integraler Bestandteil der historischen Stadtlandschaft von Bwaya und dient als wichtiges kulturelles Erbe Japans.
Bitte beachten Sie, dass sich die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit ändern können. Von April bis November ist das Anwesen bis 17:00 Uhr geöffnet, während es von Dezember bis März bereits um 16:00 Uhr schließt. Da die Öffnungszeiten saisonal variieren, ist es ratsam, vor Ihrem Besuch die aktuellen Informationen zu prüfen. Die hellen Tagesstunden eignen sich am besten, um die feinen Details der traditionellen Holzarchitektur und die umliegende Landschaft zu bewundern.
Beim Besuch können Sie die architektonische Struktur hautnah erleben und verstehen, wie die Bengala-Industrie das Leben der Menschen in dieser Region geprägt hat. Ein Spaziergang durch das Anwesen bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte. In der Umgebung von Bwaya können Sie zudem das Hirokane-Anwesen, das Bengala-Museum und die Sasane-Stollen besichtigen, um einen umfassenden historischen Rundgang zu unternehmen.
In der historischen Bwaya-Region finden Sie zahlreiche weitere geschichtsträchtige Orte. Dazu gehören das Hirokane-Anwesen, das mit dem Kupferbergbau verbunden ist, das Bengala-Museum, das die Geschichte des roten Eisenoxids dokumentiert, sowie die Sasane-Stollen, die einen historischen Kupferbergbau rekonstruieren. Es empfiehlt sich, einen Kombiticket (Tour-Pass) zu erwerben, um diese Sehenswürdigkeiten effizient zu besuchen.
Da es sich um ein geschütztes historisches Gebäude handelt, gelten besondere Regeln. Wir empfehlen festes, bequemes Schuhwerk, da die Wege innerhalb der Gebäude teilweise uneben sein können. Bitte prüfen Sie vorab die offizielle Website auf aktuelle Änderungen der Öffnungszeiten (insbesondere bei schlechtem Wetter). Wir bitten Sie, die historische Substanz zu respektieren: Vermeiden Sie unnötigen Kontakt mit den Gebäuden und achten Sie auf ein respektvolles Verhalten vor Ort.