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Das Kyū Hunter Jutaku ist ein zweistöckiges Gebäude in Holzskelett-Ziegelbauweise, das um 1889 (Meiji 22) errichtet wurde. Im Jahr 1963 wurde es von seinem ursprünglichen Standort in Kitano-cho, Kobe, in den heutigen Ojima Zoo versetzt. Aufgrund seiner außergewöhnlichen architektonischen Bedeutung wurde es 1966 als nationales wichtiges Kulturgut eingestuft. Das Gebäude zeichnet sich durch eine markante Turmstruktur aus und weist an den Außenwänden ein charakteristisches Kamm-Muster (Kushime-biki) im Putz auf. Aktuell ist das Gebäude aufgrund von Erdbebensicherungsarbeiten (ab Januar 2026) für die Innenbesichtigung geschlossen, bleibt jedoch als wichtiges Relikt der Modernisierung Japans in der Meiji-Ära ein faszinierendes Ziel.
Dieses Anwesen wurde ursprünglich als Residenz für ausländische Bewohner errichtet, die während der Meiji-Zeit nach Japan kamen. Der Name „Hunter“ deutet auf den sozialen Status oder den Beruf der damaligen Bewohner hin. Die Umsiedlung von Kitano-cho im Jahr 1963 verdeutlicht, wie die Kultur der „Ijinkan“ (ausländischen Villen) aus Kobe in einen öffentlichen Raum wie einen Zoo integriert wurde. Die Einstufung als nationales wichtiges Kulturgut unterstreicht den hohen Wert dieser Architektur, die eine Übergangsphase darstellt, in der westliche Techniken mit traditionellen japanischen Materialien verschmolzen.
Das markanteste Merkmal ist die Silhouette mit dem markanten Turm und die Holzskelett-Ziegelbauweise. Die Fassade besticht durch ein klassisches Design mit hellgrünen Wänden und weißen Fensterrahmen. Der ehemalige Vorgarten, in dem einst ein Teich lag, wurde nach einer Renovierung in einen gepflegten Garten mit Ziegelpfaden und Rasenflächen umgewandelt. Dieser Platz bietet den idealen Rahmen, um die gesamte Pracht des Gebäudes aus der Ferne zu bewundern. Mit einer Grundfläche von über 500 m² zeugt die Größe des Gebäudes vom luxuriösen Lebensstil der damaligen Zeit.
Obwohl das Gebäude aufgrund von Sanierungsarbeiten derzeit geschlossen ist, sind die Monate April, Mai und Oktober besonders empfehlenswert für einen Besuch der Außenanlagen. Im Frühling (April/Mai) harmoniert das Gebäude wunderschön mit der umliegenden Natur und den Kirschblüten. An sonnigen Tagen bietet der Rasen im Vordergrund eine großartige Atmosphäre für einen Spaziergang. Das helle Tageslicht hebt die Textur der Außenwände und die Details der Fensterrahmen besonders gut hervor, was es zu einem idealen Motiv für Fotografen macht.
Da das Innere des Gebäudes derzeit nicht zugänglich ist, konzentriert sich das Erlebnis auf die Betrachtung der Außenansicht und des Gartens innerhalb des Ojima Zoos. Ein Spaziergang auf den Ziegelpfaden des Vorgartens ermöglicht es, die Architektur der Meiji- und Taisho-Ära hautnah zu erleben. Ein Besuch lässt sich hervorragend mit dem Zoobesuch kombinieren, um sowohl die Natur (z. B. Pandas und Koalas) als auch die Kulturgeschichte Japans zu entdecken.
Das Kyū Hunter Jutaku befindet sich direkt auf dem Gelände des Kobe Municipal Ojima Zoo. Der Zoo bietet neben den Tierbereichen (Pandas, Koalas, asiatische Elefanten) auch ein Wissenschaftsmuseum, einen Spielplatz, Restaurants und Shops. Ein Rundgang durch den Zoo mit dem Fokus auf die historische Architektur ist sehr zu empfehlen.
Für die Besichtigung der Außenanlagen und des Gartens wird festes, bequemes Schuhwerk empfohlen, da die Wege teilweise aus Ziegeln bestehen. Bitte beachten Sie, dass das Gebäude aufgrund der Erdbebensicherungsarbeiten derzeit nicht betreten werden kann. Bitte halten Sie sich an die Regeln des Zoos (Müll entsorgen, Rücksicht auf die Tiere) und betreten Sie keine gesperrten Bereiche, um das historische Denkmal zu schützen.