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Die Kyū Asakura-ke Jūtaku ist ein national geschütztes Kulturgut in Sarugakucho, Shibuya, Tokio. Das Anwesen wurde 1919 von Torajiro Asakura, einem ehemaligen Vorsitzenden des Shibuya-Gemeinderats, erbaut. Es ist ein herausragendes Beispiel für die Wohnkultur der Taisho-Ära. Das Haupthaus (Shuya) und das Lagerhaus (Dozo) sind als nationale Kulturgüter eingestuft. Inmitten der Hektik der Großstadt bietet dieser Ort eine vollkommene Stille, in der man die traditionelle japanische Architektur und einen wunderschönen Wandelgarten (Kaiyu-shiki-teien) genießen kann.
Die Vorfahren der Familie Asakura waren seit dem 17. Jahrhundert einflussreiche Grundbesitzer in der Region Shibuya. Später spezialisierten sie sich auf das Reismühlen-Geschäft. Das heutige Anwesen spiegelt den hohen sozialen Status der damaligen Zeit wider. Trotz der Schäden durch das Große Kanto-Erdbeben von 1923 wurde das Gebäude sorgfältig restauriert. Es diente zeitweise sogar als Regierungsresidenz und ist somit ein wichtiges Zeugnis der modernen japanischen Geschichte. Der Stil ist eine harmonische Mischung aus traditionellen japanischen und westlichen Elementen.

Besonders sehenswert ist die Innenstruktur des Haupthauses. Fast alle Räume sind mit Tatami-Matten ausgestattet. Bewundern Sie die formellen Schrein-Stil-Säle (Shoin-zukuri), das charmante Teehaus und den „Sugi-no-ma“, einen Raum, der durch die natürliche Maserung des Zedernholzes besticht. Auch die westlich inspirierte Räumlichkeit neben dem Eingang zeigt die kulturelle Verschmelzung der Ära. Das westlich gelegene Lagerhaus (Dozo) zeugt zudem von der robusten Bauweise und der Geschichte der Katastrophenprävention jener Zeit.
Die Kyū Asakura-ke Jūtaku zeigt zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht. Besonders der Wandelgarten bietet je nach Saison unterschiedliche Landschaftsbilder. Besuchen Sie die Anlage am helllichten Tag, um den Blick aus den Tatami-Zimmern auf den Garten zu genießen. Für Architektur-Liebhaber ist das helle Tageslicht ideal, um Details zu studieren. Bitte beachten Sie, dass die Schließzeiten in der Winterzeit (November bis Februar) früher liegen.

Neben der Besichtigung der Architektur bietet der Ort gelegentlich die Möglichkeit, die japanische Teekultur hautnah zu erleben. Bei speziellen Teezeremonien können Sie die Kunst des Tees in einem geschichtsträchtigen Ambiente erfahren. Da diese Veranstaltungen oft eine Vorabreservierung oder ein Losverfahren erfordern, empfiehlt sich eine frühzeitige Information.
Das Anwesen liegt im stilvollen Viertel Daikanyama in Shibuya. Es ist bequem von der Station Daikanyama (Tokyu Toyoko Line) zu erreichen. In der Umgebung finden Sie zahlreiche Cafés und trendige Geschäfte, wie das berühmte Hillside Terrace. Ein Spaziergang durch die historische Stille des Anwesens und ein anschließender Besuch der modernen Lifestyle-Spots in Daikanyama ist eine perfekte Kombination.
Da viele Räume mit Tatami-Matten ausgestattet sind, müssen die Schuhe vor dem Betreten der Gebäude ausgezogen werden. Bitte tragen Sie saubere Socken. Das Fotografieren unterliegt den Regeln vor Ort (Stative sind oft nicht erlaubt). Die Bezahlung erfolgt meist in bar. Wir empfehlen eine gepflegte, dezente Kleidung, die dem respektvollen Ambiente der Kulturstätte entspricht.