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Das Kumano Hayatama Taisha Reitaisai ist ein bedeutendes rituelles Fest, das jährlich vom 13. bis 15. April in der Nähe der Kumano Hongu Taisha Schrein-Region in der Stadt Tanabe, Präfektur Wakayama, stattfindet. Dieses Fest dient dazu, Dankbarkeit für die Gaben der Natur auszudrücken und um eine reiche Ernte zu bitten. Während des Zeitraums werden verschiedene heilige Zeremonien wie das Yutogi-Shinto-Ritual, das Funadama-Großfest und das Onata-Matsuri durchgeführt, die tief in der lokalen Glaubenswelt verwurzelt sind.
Dieses Fest basiert auf der tiefen Verehrung der Kumano-Gottheiten. Das am 13. April stattfindende Yutogi-Ritual ist als immaterielles Kulturgut der Präfektur Wakayama offiziell anerkannt und besitzt einen enormen historischen Wert. Ein zentraler Bestandteil ist das Onata-Matsuri, bei dem die Mikoshi-Sänfte, in der die Gottheit wohnt, vom Hauptschrein zur Mana-i-sha und weiter zum Ogitori-Platz getragen wird. Die Mana-i-sha ist ein Ort von großer Bedeutung, der bereits in den antiken Schriften Kojiki und Nihon Shoki erwähnt wird. Die Hauptgottheit des Hongu, Katsuhiko-no-Okami, wird als landwirtschaftliche Gottheit verehrt, was den kulturellen Fokus des Festes auf die Bitte um eine ertragreiche Ernte unterstreicht.
Während des Festes gibt es mehrere bedeutende Momente: Das Yutogi-Ritual am 13. April, das Funadama-Großfest am 14. April und das Onata-Matsuri am 15. April. Besonders beeindruckend ist die Prozession am 15. April, wenn die Mikoshi-Sänfte vom Hauptschrein zum Ogitori-Platz zieht. Die Sänfte ist prachtvoll mit Chrysanthemen-Blumenschmuck (Choka) dekoriert. Begleitet wird die Prozession von Priestern, Gemeindemitgliedern und Kindern, die verschiedene Rituale vollziehen. Am Platz in Ogitori werden zudem heilige Lieder gesungen und traditionelle Tänze aufgeführt.
Das Fest findet Mitte April statt, einer Zeit, in der man die Harmonie zwischen Natur und Tradition besonders gut erleben kann. Am 15. April beginnt die Zeremonie bereits um 08:00 Uhr morgens am Hauptschrein, gefolgt von der Prozession der Mikoshi in Richtung Ogitori. Es empfiehlt sich, tagsüber vor Ort zu sein, um die feierliche Prozession und die rituellen Handlungen aus nächster Nähe zu beobachten. Es ist die ideale Zeit, um die tiefe Spiritualität der Region im Frühling kennenzullernen.
Besucher haben die seltene Gelegenheit, die Prozessionen (To-gyo) hautnah mitzuerleben. Der Weg der Mikoshi-Sänfte über die Mana-i-sha bis hin zum Ogitori-Platz bietet einen tiefen Einblick in die japanische spirituelle Kultur. Das Miterleben der rituellen Gesänge und der traditionellen Tänze in der Natur ist ein einmaliges Erlebnis, das man nur zu dieser speziellen Zeit genießen kann.
Die Umgebung der Kumano Hongu Taisha ist geprägt von historischen Pfaden wie dem „Dainichi-go“. Dies ist ein Weg, der einst Yunomine mit dem Ogitori-Platz verband und früher nur zu besonderen rituellen Anlässen beschritten wurde. Auch die nahegelegenen Yunomine Onsen sind ein bekannter Ort für Pilger und Reisende.
Da das Fest hauptsächlich im Freien stattfindet und man viel unterwegs ist, wird bequeme Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen. Bitte beachten Sie, dass es sich um einen heiligen Ort handelt; ein respektvolles und ruhiges Verhalten ist obligatorisch. Da die Bezahlung bei lokalen Anbietern oder für Transport oft nur in bar möglich ist, sollten Sie ausreichend japanische Yen mitbringen. Da die englische Sprachunterstütung vor Ort begrenzt sein kann, empfiehlt es sich, Informationen vorab zu prüfen.