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Die Ruinen der Burg Kotani befinden sich am Berg Kotani (Höhe 495,1 m) in der Stadt Nagahama, Präfektur Shiga. Sie zählt zu den drei bedeutendsten Bergfestungen des Mittelalters und diente der einflussreichen Azai-Familie über drei Generationen hinweg als Hauptresidenz. Heute ist die Anlage als nationales historisches Denkmal geschützt und zeigt die komplexe Struktur einer Festung, die die natürliche Topografie nutzt. Von den Ruinen aus genießen Besucher einen spektakulären Panoramablick auf den Biwa-See und die umliegende Region Kohoku.
Die Geschichte der Burg Kotani reicht bis um das Jahr 1525 zurück. Die Azai-Familie nutzte diesen Ort als strategischen Stützpunkt, um sich gegen benachbarte Mächte zu behaupten. Besonders bekannt ist der Ort für die erbitterten Kämpfe mit Oda Nobunaga. Die Geschichte der Burg ist untrennbar mit dem Schicksal von Azai Nagamasa, Lady Oichi und den drei Schwestern der Azai (Chacha, Hatsume und Go) verbunden. Später kam das Gebiet unter die Kontrolle von Hashiba (Toyotomi) Hideyoshi, der jedoch die nahegelegene Burg Nagahama errichtete, woraufhin Kotani seine militärische Bedeutung verlor. 1937 wurde die Anlage offiziell als nationales historisches Denkmal ausgewiesen.

Die Anlage nutzt die natürliche Beschaffenheit der Ost- und Westgrate geschickt aus. Zu den wichtigsten Überresten gehören die Erdwälle (Dobei) und Strukturen der Hauptfestung (Honmaru), die Große Halle sowie die Fundamente alter Gebäude. Besonders im Bereich des Gipfels (495 m) sind die hochentwickelten Bautechniken der damaligen Zeit an den erhaltenen Erdwällen noch deutlich erkennbar. Auch in der Kiyomizu-Dani-Schlucht finden sich Spuren der ehemaligen Residenzen der Azai-Familie und ihrer Vasallen, was ein tiefes Verständnis der damaligen Lebensweise ermöglicht.
Da es sich um eine historische Ruinenstätte handelt, gibt es keine festen Öffnungszeiten; der Zugang ist grundsätzlich jederzeit möglich. Ein Besuch während der hellen Tagesstunden wird dringend empfohlen, um die komplexen Strukturen der Bergfestung sicher erkunden zu können. Bei klarem Wetter ist die Sicht auf den Biwa-See besonders beeindruckend.

Besucher können die historische Architektur hautnah erleben, indem sie die Pfade entlang der Erdwälle und Festungsstrukturen wandern. Es ist eine faszinierende Möglichkeit, die Verteidigungsstrategien der Sengoku-Zeit physisch nachzuvollziehen. Vom Gipfel aus bietet sich zudem eine großartige Gelegenheit für Naturfotografie mit dem weiten Panorama des Biwa-Sees.
Am Fuße der Burg Kotani befinden sich historische Stationen und Überreste von Wachtürmen. In der Umgebung gibt es zahlreiche kulturelle Stätten rund um den Biwa-See. Von der Station Kamo aus können Fahrräder gemietet werden, jedoch wird von einer Radtour auf den steilen Waldwegen zur Burg Kotani aufgrund der Gefahr durch starke Steigungen abgeraten.
Da die Ruinen auf einem Berg liegen, ist das Gelände uneben und weist steile Abschnitte auf. Festes Schuhwerk und Wanderkleidung sind absolut notwendig.