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Kousanji ist ein Tempel der Jodo Shinshu-Schule, der sich auf der Insel Ikuchijima (Setoda) in der Stadt Onomichi, Präfektur Hiroshima, befindet. Der Tempel wird oft als „Tempel der Mutter“ bezeichnet, da der Geschäftsmann Kousanji Kousan ihn als Zeichen der Dankbarkeit und Verehrung für seine verstorbene Mutter errichtete. Die Anlage ist bekannt für ihre prachtvollen Hallen, die berühmte historische Gebäude aus ganz Japan nachahmen, was ihr den Beinamen „Das Nikko des Westens“ einbrachte. Besonders hervorzuheben sind das „Koyo-mon“, das dem Yomeimon-Tor des Nikko-Toshogu-Schreins nachempfunden ist, sowie die Haupthalle, die dem Byodo-in-Tempel in Kyoto ähnelt. Der gesamte Tempelkomplex fungiert zudem als registriertes Museum, in dem Sie wertvolle historische Kunstwerke und Kulturgüter bewundern können.
Die Geschichte von Kousanji reicht in das frühe 20. Jahrhundert zurück. Der Erfinder und Geschäftsmann Kinmoto Kousan (Kousanji Kousan) begann 1936 mit dem Bau der Anlage. Ursprünglich errichtete er das „Chosei-kaku“ als Villa und Ruheort für seine Mutter. Nach ihrem Tod im Jahr 1934 widmete er sich dem Buddhismus und baute den heutigen Kousanji-Tempel, um ihr Andenken zu bewahren. Sein Lebenswerk war es, die Schönheit der traditionellen japanischen Architektur in Setoda zu verwurzeln und die kulturelle Pracht des Landes für die Nachwelt zu bewahren.

Im Tempelgelände finden Sie zahlreiche Gebäude, die als registriertes Kulturgut gelten. Zu den Highlights zählen das beeindruckende Koyo-mon und die kunstvolle Haupthalle. Ein absolutes Highlight ist der „Mirai no Mori no Oka“ (Hügel der Zukunft), ein Garten aus weißem italienischem Marmor, der etwa 3.000 Tonnen des edlen Steins verwendet. Das Zusammenspiel von weißem Marmor und der umgebenden Natur schafft eine unvergleichliche Atmosphäre. Zudem bietet das angeschlossene Kousanji-Museum eine tiefgehende Reise durch die buddhistische Kunst, Teekultur und moderne japanische Kunst.
Kousanji zeigt zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht. Im Frühling bietet die Umgebung der Koyo-門 besonders schöne Kirschblüten-Szenen. Das Chosei-kaku ist nur von 10:00 bis 16:00 Uhr zugänglich, was einen exklusiven Moment der Stille ermöglicht. Tagsüber, wenn die Sonne am höchsten steht, strahlt der weiße Marmor des „Mirai no Mori no Oka“ besonders intensiv – ideal für Fotografie. In der Abenddämmerung wirken die Silhouetten der Gebäude vor der Kulisse des Seto-Inlandsmeeres besonders majestätisch.

Besucher können auf dem Gelände an einer Stempelrallye teilnehmen, indem sie an fünf verschiedenen Stationen Stempel sammeln, was den Rundgang besonders interaktiv macht. Das Kousanji-Museum bietet zudem wechselnde Ausstellungen von buddhistischer Kunst bis hin zu traditionellen Teewerkzeugen. Ein Spaziergang durch die Architektur ermöglicht es, die Details japanischer Handwerkskunst hautnah zu erleben.
Die Insel Ikuchijima (Setoda) liegt an der strategisch wichtigen Shimanami Kaido und ist bekannt für ihre wunderschöne Inselwelt im Seto-Binnenmeer. Die Region ist berühmt für ihren Zitronenanbau; probieren Sie unbedingt lokale Spezialitäten aus frischen Zitronen. Die Kombination aus Tempelbesuch und einer Entdeckungstour entlang der Küste macht den Aufenthalt perfekt.

Da das Gelände einige Steigungen und Treppen aufweist, wird das Tragen von bequemen Schuhen empfohlen. Einige Bereiche wie das Innere der Hallen, die Senju-do Höhle oder das Chosei-kaku sind nicht barrierefrei. Zahlungen können vor Ort mit Bargeld oder gängigen Kreditkarten (Visa, MasterCard etc.) getätigt werden. Bitte beachten Sie die lokalen Anweisungen bezüglich Fotografie-Verboten in bestimmten Bereichen.