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Koryu-ji (auch bekannt als Hachioka-dera oder Hata no Kimidera) ist ein tief verwurzelter Tempel der Shingon-Schule im Stadtteil Uzumasa, Kyoto. Er war einst der Familientempel der Hata-Familie, eines einflussreichen Clans. Das absolute Highlight ist die Nationalgut-Statue aus der Asuka-Zeit, die eine tiefe Ruhe ausstrahlt. Fernab vom Trubel der Stadt bietet dieser Ort eine perfekte Gelegenheit, die tiefe spirituelle Kultur Japans durch antike Architektur und Kunstwerke zu entdecken.
Die Geschichte von Koryu-ji reicht bis in das 7. Jahrhundert zurück. Es gibt verschiedene Legenden über seine Gründung: Die 'Nihon Shoki' erwähnt, dass Prinz Shotoku dem Hata no Katsu eine Buddha-Statue schenkte, während andere Quellen besagen, dass der Tempel zum Gedenken an den Prinzen errichtet wurde. Der Tempel ist eines der ältesten in der Präfektur Kyoto und spiegelt die technologische und kulturelle Bedeutung der Hata-Familie wider, die für ihre Expertise in der Seidenproduktion und Webkunst bekannt war. In der Edo-Zeit genoss der Tempel eine hohe staatliche Bedeutung.

Das bedeutendste Kunstwerk ist die Holzstatue des 'Miroku Bosatsu' (Bodhisattva Maitreya) in der Shin-Reihoden. Die Statue zeigt eine charakteristische Pose: Das rechte Bein ruht auf dem linken Knie, während die rechte Hand sanft die Wange berührt, begleitet von einem subtilen Lächeln – ein Meisterwerk der Asuka-Skulptur. Neben der Statue können Sie auch andere geschützte Gebäude und Bauwerke besichtigen, die die wechselvolle Geschichte der religiösen Verehrung in Japan dokumentieren.
Ein Besuch während der hellen Tagesstunden ermöglicht es Ihnen, die feinen Details der Skulpturen und die Architektur genau zu studieren. Besonders die ruhigen Vormittage sind ideal, um die meditative Stille des Geländes zu genießen. Da einige traditionelle Feste wie das 'Ushi-matsuri' unregelmäßig stattfinden, empfiehlt es sich, vorab aktuelle Informationen einzuholen. Der Tempel bietet zu jeder Jahreszeit eine friedliche Kulisse.

Der Fokus liegt auf der Kontemplation und dem Genuss klassischer buddhistischer Kunst. Die Nähe zur Filmstadt Uzumasa macht einen Besuch besonders reizvoll: Sie können die historische Stille des Tempels mit dem lebendigen Flair des nahegelegenen Toei Uzumasa Movie Village kombinieren. Ein Spaziergang durch die Umgebung, die auch von der Geschichte der Hata-Familie geprägt ist, bietet ein ganzheitliches kulturelles Erlebnis.
Bitte achten Sie auf angemessene, dezente Kleidung. Da das Gelände teilweise aus Kieswegen oder Stufen besteht, ist festes Schuhwerk ratsam. Wir empfehlen, Bargeld für Spenden oder kleine Gebühren bereitzuhalten. In den Hallen gilt striktes Fotografierverbot für die Nationalgüter. Bitte bewahren Sie während des Besuchs Ruhe und Respekt gegenüber der spirituellen Atmosphäre.