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Koma-ke Residenz

Guide

Koma-ke Residenz

9 Min. Lesezeit

Übersicht & Highlights

Die Koma-ke Residenz ist ein beeindruckendes Bauwerk aus der frühen Edo-Zeit in Hida, Präfektur Saitama. Sie diente über Generationen hinweg als Wohnsitz der Koma-Familie, die die Priesterfunktion am nahegelegenen Koma-Schrein innehatte. Das Besondere an diesem Gebäude ist, dass es eine der ältesten erhaltenen Wohnformen Ostjapans repräsentiert. Aufgrund ihrer historischen Bedeutung wurde die Residenz am 22. Juni 1976 als national wichtiges Kulturgut Japans eingestuft. Es ist ein außergewöhnlicher Ort, um die Struktur traditioneller japanischer Häuser und deren historische Hintergründe hautnah zu erleben.

Geschichte und kultureller Hintergrund

Die Residenz wird auf die erste Hälfte der Edo-Zeit (spätes 17. Jahrhundert) datiert. Als Heim der Priesterfamilie des Koma-Schreins wurde das Anwesen über Jahrhunderte hinweg mit größter Sorgfalt gepflegt. Die Architektur bewahrt die Essenz der traditionellen japanischen Wohnkultur. Ein historisch bedeutsames Ereignis war der Besuch des ehemaligen Kaisers Akihito und der Kaiserin Michiko im Jahr 2017, die im Zuge ihres Besuchs des Koma-Schreins auch die Koma-ke Residenz besichtigten.

Koma-ke Residenz 1

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Das Gebäude besticht durch sein Irimoya-zukuri-Dach (Giebeldach mit Walmdach-Elementen), das mit einer traditionellen Reetdeckung (Kayabuki) versehen ist. Die Dimensionen des Hauses sind beachtlich: Die Länge beträgt etwa 14,3 Meter (7,5 Ken) und die Breite etwa 9,5 Meter (5 Ken). Das Innere folgt dem sogenannten „Koyon-kemari“-Layout, das aus einem hinteren Gästezimmer, einem prachtvollen Hauptzimmer mit einer Fläche von 21 Tatami-Matten sowie Küchenbereichen und einem Erdgeschossbereich (Doma) besteht. Diese Architektur ermöglicht es Besuchern, die Lebensweise und die handwerklichen Techniken vergangener Epochen im Detail zu verstehen.

Empfehlungen nach Jahreszeit und Tageszeit

Die Koma-ke Residenz liegt unmittelbar im Bereich des Koma-Schreins und ist harmonisch in die natürliche Umgebung eingebettet. Je nach Jahreszeit verändert sich die Textur des Reetdachs und die umliegende Vegetation, was den Besuch besonders reizvoll macht. Bitte prüfen Sie vor Ort die aktuellen Öffnungszeiten, da diese saisonal variieren können.

Koma-ke Residenz 2

Aktivitäten und Erfahrung

Besucher können hier die visuelle Struktur eines traditionellen japanischen Hauses studieren. Besonders die Irimoya-Dachform und die weitläufigen Sitzbereiche sind wertvolle Zeugnisse der japanischen Architekturgeschichte. Der Besuch ist eine ruhige, meditative Erfahrung, bei der man sich ganz auf die Details der historischen Bausubstanz konzentrieren kann.

Umgebung

Die Residenz befindet sich direkt hinter dem Koma-Schrein. Ein Besuch lässt sich daher ideal mit einer Besichtigung des Schreins kombinieren. In der näheren Umgebung finden Sie zudem historische Stätten wie die „Koma-mura Steinzeit-Wohnstätten“, was die Region zu einem idealen Ziel für eine kulturhistorische Rundreise macht.

Praktische Informationen

Bezahlung

  • Vor Ort ist oft die Zahlung in bar erforderlich. Bitte prüfen Sie vorab, ob digitale Zahlungsmittel akzeptiert werden.

Sprachunterstützung

  • Informationen in englischer Sprache (Schilder oder Personal) sollten vorab auf der offiziellen Website oder vor Ort geprüft werden.

Reservierung

  • Es wird empfohlen, vor dem Besuch zu klären, ob eine vorherige Anmeldung oder Reservierung notwendig ist.

Kleidung & Ausrüstung

  • Da es sich um ein historisches Gebäude handelt, sind bequeme Schuhe für die Besichtigung der Umgebung sehr empfehlenswert.

Fotografie

  • Aus Gründen des Denkmalschutzes kann das Fotografieren im Inneren des Gebäudes eingeschränkt oder untersagt sein.

Barrierefreiheit

  • Aufgrund des hohen Alters des Hauses gibt es Stufen und unebene Bodenbereiche (Doma). Der Zugang mit dem Rollstuhl kann daher erschwert sein.

Verhaltensregeln

  • Da es sich um ein nationales Kulturgut handelt, bitten wir Sie, das Gebäude respektvoll zu behandeln und die Exponate nicht zu berühren.