
Guide
Das Iserikawa Jomon Museum in der Stadt Hachinohe, Präfektur Aomori, ist eine bedeutende Einrichtung zur Präsentation der Funde aus den Ausgrabungsstätten Iserikawa und Kazahari. Als Zentrum für die Jomon-Kultur der Tohoku-Region beherbergt es zahlreiche Schätze, darunter den berühmten Nationalschatz 'Gassho Dogu'. Schon das Gebäude selbst ist ein Erlebnis: Das Design ist von den Grubenhäusern der Jomon-Zeit inspiriert und nutzt eine Ästhetik aus dem Rot und Schwarz des traditionellen Lackes. Das markante Atrium schafft eine einzigartige Atmosphäre, die den Besuch der hochentwickelten Lebensweise und Technik vor Jahrtausenden greifbar macht.
Die Region um die Fundstätten Iserikawa und Kazahari ist tief verwurzelt in der Kultur der mittleren bis späten Jomon-Zeit. Die ausgestellten Artefakte spiegeln nicht nur das tägliche Leben und die natürliche Umgebung wider, sondern auch ein ausgeprägtes ästhetisches Bewusstsein. Besonders die Lacktechnik und die spirituelle Bedeutung der Dogu-Figuren sind wesentliche Elemente, die die Geschichte dieser Region erzählen. Die Ausstellungen sind so konzipiert, dass sie nicht nur Objekte zeigen, sondern auch den technologischen und sozialen Kontext der damaligen Zeit vermitteln.
Das Museum ist in thematische Bereiche unterteilt, wie etwa 'Die Schönheit des Lackes', 'Die Schönheit von Iserikawa' und 'Die Schönheit von Kazahari'. Hier steht die filigrane Ästhetik der gefundenen Lackwaren im Fokus. Ein besonderes Highlight ist der fest installierte Kinosaal im zweiten Stock. In diesem großen Theater werden mittels beeindruckender Lichtinszenierung in Rot und Schwarz die Lebensweise und die technologischen Errungenschaften der Jomon-Zeit visuell lebendig gemacht. Dies ermöglicht es Besuchern, die Ära vor der Erfindung der Schrift visuell zu erfassen. Natürlich ist die Betrachtung des Nationalschatzes 'Gassho Dogu' das Herzstück des Besuchs.
Das Museum ist ganzjährig geöffnet. Die wechselnden Landschaften der Umgebung bieten zusammen mit den Spaziergängen durch die Ausgrabungsstätten einen besonderen Reiz. Dank der Architektur mit viel natürlichem Licht im Atrium und der gezielten Beleuchtung, die die Farben des Lackes betont, ist ein Besuch besonders am Vormittag oder Mittag empfehlenswert, um das Zusammenspiel von Licht und Architektur zu genießen. Gegen Abend bietet das Museum eine eher ruhige, meditative Atmosphäre für eine tiefere Kontemplation.
Neben der Besichtigung der Exponate gibt es im Museum einen Bereich mit Fachliteratur sowie ein gemütliches Café. Dies lädt dazu ein, das erworbene Wissen durch Lesen zu vertiefen oder sich bei einem Getränk auszuruhen. Gelegentlich finden auch spezielle Veranstaltungen oder Foren zum Thema der Jomon-Kultur statt, die eine tiefere Verbindung zur regionalen Kultur ermöglichen.
In der unmittelbaren Umgebung des Museums erstrecken sich die eigentlichen Ausgrabungsstätten wie die Iserikawa-Ruinen. Es ist sehr lohnenswert, das im Museum Gelernte mit der tatsächlichen Topografie und der Landschaft vor Ort abzugleichen. Eine Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten in Hachinohe ermöglicht eine facettenreiche Reise durch die Geschichte von Aomori.
Die Ausstellungsräume sind temperaturkontrolliert, dennoch empfehlen wir bequeme Schuhe, falls Sie die Umgebung erkunden möchten. Bitte prüfen Sie vorab, ob das Fotografieren in den Ausstellungsbereichen gestattet ist (aus Gründen des Schutzes der Exponate und des Urheberrechts). Da die Artefakte extrem empfindlich sind, ist das Berühren der Exponate streng untersagt. Bezüglich der Zahlungsarten für den Museumsshop oder andere Einrichtungen wird empfohlen, vor Ort zu prüfen, ob neben Bargeld auch Kreditkarten akzeptiert werden.