
Guide
Das Komadome Shitsugen ist ein Hochmoor auf einer Höhe von 1.100 m, das sich über die Dörfer Showa (Otaima-gun) und Minamiaizu-machi (Minamiaizu-gun) in der Präfektur Fukushima erstreckt. Es ist als nationales Naturdenkmal ausgewiesen und gehört aufgrund seines hohen wissenschaftlichen Wertes auch zu den „Fukushima Green Landscapes“. Das Gebiet besteht aus drei Teilbereichen: Otayachi, Shirakaya und Mizunagi, die durch weite Buchenwälder geprägt sind. Trotz der extremen Bedingungen mit Schneemassen von bis zu 3–4 Metern im Winter bietet die Region eine außergewöhnliche Vielfalt an Farben und Pflanzen in jeder Jahreszeit.
Das Sumpfgebiet wurde am 28. Dezember 1970 als bedeutende Pflanzengemeinschaft zum nationalen Naturdenkmal erklärt. Besonders geschätzt wird der Übergang von niederen zu hohen Mooren und die daraus resultierende einzigartige Vegetation. In dieser speziellen Umgebung auf 1.100 m Höhe wurde ein ökologisches System bewahrt, das über Jahrtausende gewachsen ist.

Je nach Besuchszeit zeigt das Komadome Shitsugen ein völlig neues Gesicht. Zu den Highlights gehören die Skunk Calla (Mizubasho) und die Goldregen (Ryukinka) im Frühling, die weißen Watasuge-Gräser im Sommer sowie die leuchtende Herbstfärbung der Buchenwälder und Ahornbäume. Besonders im Herbst bietet sich ein 360-Grad-Panorama aus farbenfrohen Blätern und Gräsern. Auch die charakteristischen Früchte von Pflanzen wie der Zumi-Beere sind ein Anblick wert.
Die jahreszeitliche Veränderung der Flora ist das Herzstück dieses Ortes:

Auf gut ausgebauten Holzpfaden können Sie die einzigartige Flora des Hochmoors beobachten. Im Bereich von Otayachi gibt es den „Bunakko-Wanderweg“, der einen direkten Blick auf die Natur ermöglicht. Für ein tieferes Verständnis bietet sich eine geführte Tour mit zertifizierten Guides an (Reservierung erforderlich, ca. 5.000 JPY pro Gruppe).
In der Nähe des Komadome Shitsugen finden sich weitere Naturdenkmäler wie der Miyokura-Sumpf oder der Komadome-Pass (ca. 2 km südlich), der einen guten Überblick über die Geografie der Region bietet. Auch das Seirai-Familienarchiv ist ein kulturell interessanter Ort in der Umgebung.