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Kojo-ji (向上寺) ist ein bedeutender Tempel der Sōtō-Schule, der sich in der Stadt Onomichi in der Präfektur Hiroshima befindet. Der Tempel liegt auf dem Gipfel des Chōon-zan Berges und bewahrt zusammen mit der malerischen Landschaft der Seto-Inlandsee eine tiefe historische Bedeutung. Das herausragendste Merkmal ist die dreistöckige Pagode (Sanju-no-to), die als Nationalschatz Japans gilt. Ihre Errichtung ist historisch präzise dokumentiert, und ihre majestätische Erscheinung auf dem stillen Berggipfel vermittelt den Besuchern ein tiefes Gefühl für die Schwere der Geschichte.
Die Geschichte dieses Tempels reicht bis ins Jahr 1403 (Ōei 10) zurück, als er als Tempel der Rinzai-Schule gegründet wurde. Später wurde er im Edo-Zeitalter neu aufgebaut und wird heute als Tempel der Sōtō-Schule geführt. Im Jahr 1432 wurde die berühmte dreistöckige Pagode unter der Leitung von Shingen und Nobumasa errichtet. Trotz der Herausforderungen durch Brände, die das Hauptgebäude in der Vergangenheit zerstörten, wurde die Haupthalle im Jahr 2010 erfolgreich rekonstruiert. Heute dient der Tempel als wichtiges Zentrum für die lokale Spiritualität und bewahrt wertvolle Kulturgüter.

Das bedeutendste Kulturgut von Kojo-ji ist die als Nationalschatz deklarierte dreistöckige Pagode. Mit einer Höhe von etwa 19 Metern weist sie einen einzigartigen Stil auf, der Elemente des Wayō- und Karayō-Stils kombiniert. Zudem beherbergt das Gelände eine bronzene Glocke (Dōkō) aus dem Jahr 1555, die als wichtiges Kulturgut der Präfektur Hiroshima eingestuft ist. Die Hauptgottheit, die Statue des Seikanzeon Bosatsu, war lange Zeit ein verborgenes Heiligtum (Hibutsu), wird jedoch seit der Rekonstruktion der Haupthalle wieder öffentlich zugänglich gemacht und zieht viele Gläubige an.
Der Tempel zeigt zu jeder Jahreszeit ein anderes Gesicht. Im Frühling, wenn das frische Grün der Umgebung erwacht, ist die Atmosphäre besonders belebend. Von Frühsommer bis Sommer bietet die üppige Natur eine erfrischende Kulisse. Im Herbst, zur Zeit der Laubfärbung, harmonieren die historischen Gebäude perfekt mit den farbenfrohen Landschaften. Es wird empfohlen, den Tempel während der hellen Tagesstunden zu besuchen, um die feinen Details der Pagode und die umliegende Landschaft in voller Pracht bewundern zu können.

Besucher haben hier die Gelegenheit, die traditionelle japanische Tempelarchitektur aus nächster Nähe zu studieren. Besonders die Betrachtung der nationalen Schatz-Pagode ist ein seltenes Privileg, das einen direkten Einblick in die historische japanische Baukunst ermöglicht. Durch die Andacht vor der Statue des Seikanzeon Bosatsu können Besucher in einer friedlichen Umgebung spirituelle Ruhe finden. Die Verbindung zur umgebenden Natur lädt zu einem Moment der Kontemplation und Entspannung ein.
Kojo-ji liegt in der Nähe der Setoda-Region, unweit der berühmten Shimanami Kaidō-Route. Die Umgebung ist geprägt von historischen Pilgerstätten und Aussichtspunkts mit Blick auf das glitzernde Meer. In der Nähe befinden sich weitere Tempel der Chūgoku Sanjū Kannon Pilgerroute, wie etwa Senkō-ji oder Buttō-ji, was den Besuch zu einem idealen Teil einer größeren kulturellen Reise macht. Die Region ist gut mit dem Auto oder dem Boot erreichbar und dient als wichtiger Knotenpunkt für Reisen durch die Inselwelt der Seto-Inlandsee.
Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch folgende Punkte: