
Guide
Der Koga Kousya Park (auch bekannt als Koga Kousya Koen) in der Stadt Koga, Präfektur Ibaraki, ist ein meisterhaft gestalteter Stadtpark, der vom Landschaftsarchitekten Yoshio Nakamura entworfen wurde. Er ist weit mehr als nur eine Erholungsfläche; er ist eine geschätzte „Kulturlandschaft“, in der menschliche Geschichte und natürliche Veränderungen aufeinandertreffen. Im Jahr 2003 erhielt der Park als erster in Japan den renommierten „Melina Mercouri International Award für den Schutz und das Management von Kulturlandschaften“. Auf seinem weitläufigen Gelände finden Sie die Überreste mittelalterlicher Burgen, rekonstruierte Teiche, Pfirsichwälder aus der Edo-Zeit und traditionelle Wohnhäuser, die als nationale wichtige Kulturgüter geschützt sind.
Der Name „Koga Kousya“ bezieht sich auf einen Zweig der Ashikaga-Familie, die im Mittelalter in dieser Region ansässig war. Im Park befinden sich die Überreste der Residenz von Ashikaga Naruuji, dem ersten Koga Kousya, was die tiefe Verbindung zur Samurai-Kultur verdeutlicht. Auch die Steinmonumente bei der Tokugen-in-Tempelanlage zeugen von der historischen Bedeutung der Region. Die berühmten Pfirsichwälder gehen auf die Empfehlung der damaligen Lehnsherren zurück, die zur Zeit der Edo-Periode die Pflanzung förderten, wodurch eine einzigartige Verbindung zwischen politischer Geschichte und Natur entstand.

Der Park bietet eine Vielzahl an historischen und natürlichen Orten. Der Goshonuma-Teich ist ein zentrales Element, der die ursprüngliche Topografie widerspiegelt und eine friedliche Atmosphäre schafft. Ein absolutes Highlight ist der Pfirsichwald mit etwa 2.000 Bäumen, der im Frühling in voller Blüte steht. Für Liebhaber traditioneller Architektur bietet das „Minka-En“ (Wohngelände) die Möglichkeit, die alte japanische Bauweise an Gebäuden wie dem „Alten Hideta-Haus“ (Nationales Kulturgut) hautnah zu erleben. Zudem kontrastieren moderne Design-Elemente, wie das von Hiroshi Naito entworfene Verwaltungsgebäude oder die gläserne Gelateria, auf faszinierende Weise mit der historischen Umgebung.
Der Park zeigt zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht. Von Anfang Februar bis März locken Pflaumenblüten, während die Zeit von Ende März bis Anfang April mit dem „Koga Peach Festival“ (Pfirsichfest) der Höhepunkt des Jahres ist. Im Mai gibt es Veranstaltungen zum Thema Neujahrs-Tee, im Juli kann man die Lotusblumen im Oga-Lotusbecken bewundern, und im Herbst (Oktober/November) verwandelt sich die Landschaft in ein Meer aus herbstlichen Farben. Die hellen Tagesstunden sind ideal, um die Architektur zu fotografieren, während der Abend eine besonders ruhige Stimmung am Teich bietet.

Besucher können die Natur und Kultur durch verschiedene saisonale Events hautnah erleben, wie das Pfirsichfest oder die Tee-Festivals. Ein Besuch in der Gelateria bietet die perfekte Gelegenheit, die Aussicht zu genießen. Die weitläufigen Wanderwege sind so angelegt, dass man die historische Topografie und die Ruinen auf entspanntem Weg erkunden kann. Es ist ein Ort der Stille und der Kontemplation, der die vier Jahreszeiten Japans zelebriert.
In der Nähe des Parks befinden sich weitere Grünanlagen wie der „Navel Park“ oder der „Kouiki Chuo Undou Koen“, die sich ideal für aktive Erholung eignen. Auch der Zugang zum Zentrum von Koga ermöglicht es, die charmanten historischen Straßen der Stadt zu erkunden.

Da das Gelände sehr weitläufig und teilweise uneben ist, empfehlen wir dringend bequemes Schuhwerk. Für den Besuch der Gelateria können Bargeld, Kreditkarten oder lokale IC-Karten genutzt werden. Bitte achten Sie darauf, die Ruhe und die historische Inteền der Anlage zu bewahren. Bei Besuchen von Kulturgütern gelten besondere Regeln für das Fotografieren.