
Guide
Der direkt an den Kofune-Schrein angrenzende Garten „Kofune-en“ in der Stadt Kanuma, Präfektur Tochigi, ist ein weitläufiger Wandelgarten mit einer Fläche von etwa 8.000 Tsubo (ca. 26.000 m²). Ein besonderes Merkmal ist die Nutzung der natürlichen Topografie und des kristallklaren Wassers aus der Quelle des Oashi-Flusses. Beim Betreten des Gartens spürt man die beeindruckende Skala, da die umliegenden Berge fast wie ein Teil der Anlage wirken. Dieser Garten zeigt die tiefe Verbindung zwischen Natur und japanischer Ästhetik in jeder Jahreszeit.
Der Kofune-Schrein blickt auf eine etwa 1.300-jährige Geschichte zurück. Er ist dem Gott Yamato Takeru gewidmet und wird seit langem als Ort für Gebete gegen Feuer, für gute Ernten und für die Sicherheit der Familie verehrt. Der Schrein ist auch als „Schrein des Tengu“ bekannt, da der mythische Berggeist Tengu als Gesandter der Gottheit gilt. In der Vergangenheit spielte der Ort eine wichtige Rolle für die Bergverehrung (Shugendo). Der Kofune-en Garten wurde so gestaltet, dass er in vollkommener Harmonie mit diesem spirituellen und historischen Erbe steht.

Der Garten bietet wunderschöne Teiche und gepflegte Pfade, die die natürliche Landschaft nutzen. Besonders die Szenerie, in der das Wasser, das Grün und die umliegenden Berge zu einer Einheit verschmelzen, fasziniert die Besucher. Im Garten finden sich zudem mehrere Gebäude, die die Schönheit der japanischen Architektur repräsentieren: die Teestube „Seihotei“, die „Hoshoan“ (nach dem Vorbild der Urasenke-Schule) und die neu errichtete „Mine no Chaya“. Hier können Besucher den Blick auf den Garten genießen, während sie traditionellen Tee oder kleine Köstlichkeiten genießen.
Kofune-en zeigt jedes Mal ein neues Gesicht. Im Frühling blühen die Kirschbäume, während im Frühsommer die frische Vegetation und Azaleen die Farbenpracht bestimmen. Im Sommer sorgt das satte Grün für Erholung, und im Herbst verwandelt sich der Garten in ein Meer aus leuchtendem Rot und Gold. Besonders die Herbstlaubfärbung ist ein Highlight. Für Fotografen empfiehlt sich der helle Vormittag, um das Spiel des Lichts auf den Teichen einzufangen. Für einen entspannten Moment mit Tee ist der ruhige Nachmittag ideal.

Besucher können die tiefe Kultur der Teezeremonie hautnah erleben. In den Teestuben „Hoshoan“ oder „Seihotei“ kann man den Blick auf den Garten genießen, während man Tee trinkt. Auch in der „Mine no Chaya“ lassen sich saisonale Süßigkeiten und kleine Snacks in einem traditionellen Ambiente genießen. Diese Kombination aus Naturspaziergang und kulturellem Genuss ermöglicht ein tieferes Verständnis der japanischen Tradition.
Kofune-Schrein und Kofune-en liegen im Gebiet der Quelle des Oashi-Flusses. Diese Region ist geprägt von unberührter Natur und historischen Stätten. Ein Besuch lässt sich hervorragend in eine Rundreise durch die Präfektur Tochigi integrieren, um sowohl die Natur als auch die Geschichte der Region zu entdecken.

Da das Gelände sehr weitläufig ist, wird das Tragen von bequemen Schuhen empfohlen. Beim Besuch der Teestuben gilt die japanische Etikette (z. B. Schuhe ausziehen und Ruhe bewahren). Zahlungen sind meist per Bar oder Kreditkarte (Visa, MasterCard) möglich, bei kleineren Teestuben ist jedoch Bargeld ratsam. Die englische Beschilderung ist begrenzt, daher sind Vorabinformationen hilfreich. Beim Fotografieren bitten wir darum, die Regeln innerhalb der Teestuben zu beachten.