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Die Kiisui-jō Atto (Kiisui-Burgruine) in der Stadt Kiyama, Präfektur Saga, ist eine historisch bedeutsame Stätte, die als eine der ältesten echten Bergfestungen Japans gilt. Es wird überliefert, dass sie um das Jahr 665 (Tenchi 4) zum Schutz des Dazaifu-Regierungszentrums errichtet wurde. Die Festung zeichnet sich durch eine geschickte Nutzung der natürlichen Topografie aus, wobei ein etwa 4 km langer Gürtel aus Erdwällen und Steinmauern die Anlage umschließt. Heute sind die Überreste der antiken Bautechniken sorgfältig erhalten und als wertvolles Kulturerbe verwaltet.
Die Anlage wurde nach der Niederlage in der Schlacht am Baekgang (Battle of Baekgang) errichtet, um das Verteidigungssystem rund um Dazaifu zu stärken. Aufgrund ihrer Struktur wird sie als „koreanisch geprägte Bergfestung“ bezeichnet, was den starken kulturellen Einfluss des Festlandes auf die damalige Architektur widerspiegelt. Im Mittelalter wurde der Ort unter dem Namen „Kiyama-jo“ erneut als Verteidigungsposten genutzt. Die Stätte wurde 1937 als nationale historische Stätte und 1954 als die erste „Besonders Geschützte Historische Stätte“ in der Präfektur Saga ausgewiesen.

Innerhalb der Festung sind die dem Gelände angepasst errichteten Erdwälle und Steinmauern noch gut sichtbar. Besonders beeindruckend sind die Überreste des „Wasserportals“ (Suimon-ato), das den Talbereich versperrte, sowie die Spuren der Burgtore. Diese zeigen die hochentwickelten Verteidigungstechniken der damaligen Zeit. Zudem lassen sich etwa 40 Fundamente von Gebäuden entdecken, bei denen die heute sichtbaren Grundsteine (Soseki) als Lagerstätten für Waffen oder Vorräte dienten. Im westlichen Bereich der Erdwälle befindet sich zudem eine große Gruppe von Grundsteinen, die einst Pfosten für Gebäude auf Stelzen trugen und Aufschluss über die Größe der damaligen Konstruktionen geben.
Die Kiisui-jō Atto ist als Wanderweg gut erschlossen und bietet je nach Jahreszeit unterschiedliche Landschaften. Vom Gipfel aus genießen Besucher einen weiten Panoramablick über die Umgebung. Im Winter wird der Bereich am Gipfel gelegentlich als Skihang für Grasski genutzt. Ein Besuch während der hellen Tagesstunden wird empfohlen, um die Details der Erdwälle, Steinmauern und Fundamente bei gutem Licht genau studieren zu können.

Besucher können hier eine spannende Wanderung durch die Geschichte erleben. Ein beliebter Weg führt vom Bürgerzentrum Kiyama (Kiyama Chomin Kaikan) hinauf zum Gipfel. Auf diesem gut ausgebauten Pfad können Sie die antiken Verteidigungsanlagen wie die Erdwälle und Wasserportale aus nächster Nähe erleben. Die natürliche Umgebung am Gipfel lädt zudem zu ausgedehnten Spaziergängen in der Natur ein.
In der Umgebung von Kiyama gibt es zahlreiche weitere historische Stätten und naturnahe Erholungsgebiete. Die Wanderwege rund um die Burgruine sind harmonisch in die Landschaft integriert, was einen entspannten Spaziergang in der Natur ermöglicht.