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Die Kitora-Grablebstätte (Kitora Kofun) in der Gemeinde Asuka, Präfektur Nara, ist eine historisch äußerst bedeutsame Stätte in der japanischen Geschichte. Diese Grablebstätte, die vermutlich Ende des 7. oder Anfang des 8. Jahrhunderts errichtet wurde, ist als eine der bedeutendsten Grabstätten mit Wandgemälden bekannt, die starke Einflüsse der asiatischen Festlandkultur zeigen. Heute ist sie Teil des Nationalen Asuka-Historischen Parks und bietet eine harmonische Verbindung zwischen historischer Architektur und der umliegenden Natur.
Die Kitora-Grablebstätte wurde in der Zeit zwischen dem späten 7. und frühen 8. Jahrhundert erbaut. In dieser Ära wandelte sich die Form der Gräber von den riesigen Keyhole-Gräbern (Zenpō-kōen-fun) hin zu kleineren, runden oder quadratischen Strukturen. Im Jahr 1983 erregte die Entdeckung der farbenprächtigen Wandgemälde des 'Genbu' (Schwarzer Schildkröte) im Inneren der Grabkammer weltweites Aufsehen. Im Jahr 2000 wurde die Stätte als nationales historisches Denkmal ausgewiesen, und 2019 erhielten die Wandgemälde den Status eines Nationalkostbar (National Treasure). Die Decke der Grabkammer zeigt detaillierte astronomische Karten, während die Wände die 'Shijin' (die vier Schutzgötter) und den Tierkreis darstellen, was die hochentwickelten astronomischen Kenntnisse und den Glauben der damaligen Zeit widerspiegelt.

Das größte Highlight der Kitora-Grablebstätte sind die filigranen Wandgemälde und die astronomischen Karten. Besonders die Darstellung der vier Schutzgötter, wie 'Genbu' (die Schildkröte im Norden) und 'Byakko' (der weiße Tiger im Westen), symbolisiert die spirituelle Welt der Antike. Da das Originalgrab geschützt werden muss, kann man die rekonstruierte Form der zweistufigen Grablebstätte vom 'Kofun Kensho Hiroba' (Aussichtsplatz) aus betrachten. Im Kitora Kofun Wandgemälde-Museum 'Shijin no Yakata' können Sie die Details der Wandgemälde durch hochauflösende Projektionen und lebensgroße Modelle der Grabkammer tiefgreifend verstehen.
Das Gebiet um die Kitora-Grablebstätte besticht durch weite Rasenflächen und eine naturbelassene Umgebung. Die Ruinen können zu jeder Jahreszeit besichtigt werden. Besonders während der hellen Tagesstunden eignet sich die Anlage ideal für Spaziergänge, um die rekonstruierten Strukturen und die umliegende Landschaft klar zu erkennen. Wenn Sie das Museum 'Shijin no Yakata' besuchen möchten, beachten Sie bitte die Öffnungszeiten (normalerweise 9:30 bis 17:00 Uhr), um die Exponate in Ruhe studieren zu können.

Im Kulturellen Zentrum 'Shijin no Yakata' können Sie durch interaktive Ausstellungen die Kultur der Asuka-Zeit hautnah erleben. Die Ausstellungen im Untergeschoss nutzen hochauflösende Videos und Modelle, um die Geschichte visuell leicht verständlich zu vermitteln. Zudem bietet der umliegende Nationale Asuka-Historische Park weitere Möglichkeiten, die Geschichte vielschichtig zu entdecken, wie etwa Workshops zur antiken Glasherstellung oder landwirtschaftliche Erfahrungsprojekte.
Die Kitora-Grablebstätte liegt im Kitora-Bereich des Nationalen Asuka-Historischen Parks. Diese Region ist reich an historischen Stätten. In der Nähe befinden sich die Takamatsuzuka-Grablebstätte, malerische ländliche Landschaften und der weitläufige 'Shijin-Platz', die sich ideal für historische Wanderungen eignen. Die Region ist ein zentraler Bestandteil der Route zur Erkundung der Asuka-Zeit.