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Der Kitakinagasawa no Ichō ist ein monumentaler Ginkgo-Baum im Bezirk Kitakinagasawa in der Stadt Fura, Präfektur Aomori, der auf ein Alter von über 1000 Jahren geschätzt wird. Mit einer Höhe von etwa 31 m und einem Stammumfang von ca. 22 m gilt er als einer der größten Ginkgo-Bäume Japans. Er ist als nationales Naturdenkmal ausgewiesen und seine schiere Präsenz lässt Besucher die gewaltige Kraft der Natur spüren.
Dieser Baum wird seit alters Zeiten als heiliger Baum (Goshinboku) verehrt. Besonders markant sind die Luftwurzeln, die an die Form von Brüsten erinnern, weshalb er auch als „Tarachine no Ichō“ (Ginkgo der herabhängenden Milchwurzeln) bekannt ist. Dieser Legende nach kamen früher Frauen aus der Region und sogar aus Hokkaido oder Akita hierher, um Gebete für die Muttermilchproduktion darzubringen.

Die größte Faszination liegt im Wandel der Jahreszeiten. Während der Baum auch im Frühjahr grün und lebendig wirkt, erreicht er seinen Höhepunkt zwischen Mitte und Ende November, wenn das Laub in ein leuchtendes Gold getaucht wird. Ein absolutes Highlight ist die nächtliche Illumination namens „Big Yellow“. Wenn der riesige Baum im Dunkeln beleuchtet wird, entsteht eine mystische und fast unwirkliche Atmosphäre.
Die beste Reisezeit ist Mitte bis Ende November, wenn die Herbstfärbung am intensivsten ist. In dieser Zeit findet auch die nächtliche Illumination statt, sodass Sie sowohl die goldene Pracht am Tag als auch das magische Lichtspektakel in der Nacht genießen können. Die Beleuchtung findet üblicherweise von 16:30 bis 20:30 Uhr statt.

Besucher können die monumentale Größe des Baumes aus nächster Nähe erleben. Besonders die einzigartigen Luftwurzeln und die gewaltige Dimensionen des 1000 Jahre alten Riesen sind beeindruckend. Das Verständnis der historischen Bedeutung als Ort des Gebets verleiht dem Besuch eine tiefere spirituelle Ebene.
In der näheren Umgebung finden sich weitere historische Bäume, wie den „Oso no Ichō“ (oder Seki no Ichō) etwa 1 km südöstlich sowie die riesige Zeder „Seki no Kamisugi“ weiter südlich. Diese bilden zusammen mit dem Kitakinagasawa no Ichō eine beeindruckende natürliche Landschaft.
