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Yoshimizu-en ist ein bedeutender japanischer Garten in der Stadt Akiota, Präfektur Hiroshima. Er ist als offizielles Prachtstück der Präfektur Hiroshima anerkannt und wurde in der Edo-Zeit von der Familie der Kakesumi-Ya errichtet, die damals den traditionellen Tatara-Eisenhandel betrieb. Da es sich um einen privaten Garten handelt, ist er nicht dauerhaft zugänglich, sondern wird nur an speziellen Wochenenden im Frühling und Herbst für die Öffentlichkeit geöffnet. Das Herzstück des Gartens ist der weitläufige Wandergarten (Kaiyu-shiki-teien) mit dem zentralen Koso-See, der eine perfekte Harmonie zwischen Architektur und Natur schafft. Ein besonderes Highlight ist das Vorkommen des Morioka-Gae (ein seltener Frosch), der als Naturdenkmal der Präfektur Hiroshima geschützt ist.
Die Region war seit jeher ein Zentrum der Tatara-Eisenproduktion. Die Grundsteine des Gartens wurden 1781 durch den 16. Oberhaupt der Kakesumi-Ya, Sasaki Hachiemon Masa, gelegt. In den Folgejahren wurden bedeutende Strukturen wie das Yoshumi-Te (Yoshumi-Tei) und die Kanayako-Schrein errichtet. Der Garten erreichte seine heutige vollendete Form im Jahr 1807. Über die Jahrhunderte hinweg war dieser Ort ein Rückzugsort für viele bedeutende Persönlichkeiten. Im Jahr 1951 wurde die Anlage offiziell als bedeutendes Kulturdenkmal der Präfektur Hiroshima ausgewiesen.

Der Garten ist als Wandergarten konzipiert, bei dem man die Wege rund um den zentralen See beschreitet. Das ikonische Panorama wird durch den Teich 'Koso-ike' und das im Norden gelegene Teehaus 'Yoshumi-Te' gebildet. Das Yoshumi-Te ist ein klassisches Sukiya-Stil-Gebäude aus dem Jahr 1781 mit zwei traditionellen Räumen. Weitere kulturelle Stätten innerhalb des Gartens sind der Kanayako-Schrein im Westen und der Matsubayashi-An Yakushi-Doji im Süden. Besucher können zudem die prächtigen Edo-Ahorn-Bäume und die natürliche Umgebung der geschützten Froscharten beobachten.
Da Yoshimizu-en nur saisonal geöffnet ist, ist eine genaue Planung wichtig. Die Hauptbesuchszeiten sind im Juni (im Rahmen des 'Kaeru Matsuri' oder der Frühlingsöffnung) sowie im November (Herbstöffnung). Ein Besuch zwischen 9:00 und 17:00 Uhr ist ideal, um die Details der Gartenkunst bei Tageslicht voll erfassen zu können.

An den Öffnungstagen können Besucher die historische Architektur und die unberührte Natur in aller Ruhe genießen. Es gibt auch literarische Gedenktafeln, die die Geschichte des Ortes ehren. Der Fokus liegt auf der stillen Kontemplation der Natur und der Geschichte, fernab vom modernen Trubel.
Der Garten liegt eingebettet in die Natur von Akiota. Die Umgebung eignet sich hervorragend für Ausflüge in die Natur, wie etwa zum Sandan-Kyō. Die Anreise erfolgt am besten mit dem Auto oder dem Bus. Der nächste wichtige Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr ist die Bushaltestelle 'Kake Chuo'.