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Der Homyoji-Tempel in Zoshigaya, Toshima-ku, Tokio, ist ein Tempel der Nichiren-Schule, der die Gottheit Kishibojin verehrt. Kishibojin wird seit altersher eine Schutzgöttin für eine sichere Geburt, die Kindererziehung sowie als Schutz gegen Diebstahl zugeschrieben. Trotz der Nähe zum geschäftigen Zentrum von Tokio bietet der Tempel eine ruhige Oase mit einer beeindruckenden Naturkulisse, wie den majestätischen Zelkenschon (Keyaki) entlang des Pfades und dem großen Ginkgo-Baum auf dem Gelände.
Die Gründung des Homyoji geht auf das Jahr 806 (Koni-nen) zurück. Die Verehrung der Kishibojin ist tief verwurzelt; die Hauptgottheit wurde bereits in der Azuchi-Momoyama-Zeit hier niedergelassen und hat seit der Edo-Zeit unzählige Pilger angezogen. Ein interessantes Detail ist die Schreibweise des Namens 'Kishibojin': Gelegentlich wird ein spezielles Schriftzeichen verwendet, das den 'Punkt' im Zeichen für 'Dämon' (Ki) vermissen lässt, um zu symbolisieren, dass die ursprüngliche Natur des Wesens durch die buddhistische Lehre geläutert wurde.

Das Tempelgelände besticht durch historische Bauwerke und eine abwechslungsreiche Flora. Besonders die prächtigen Zelkenschon am Zugangsweg und der monumentale Ginkgo-Baum im Innenhof bieten je nach Jahreszeit spektakuläre Anblicke. Der Ort ist ein lebendiges Zeugnis der jahrhundertelangen Tradition der Gebete für eine gesunde Schwangerschaft und das Wohlergehen von Kindern.
Der Homyoji-Tempel ist über das Jahr verteilt durch verschiedene Zeremonien belebt. Im April findet das Blumenfest (Hanamatsuri) statt, im Juli gibt es Sommerfeste und Bon Odori Tänze, und im Oktober wird das Gokeishiki gefeiert. Ein besonderes Highlight ist der Besuch zum Neujahrsfest (Hatsumode) zwischen dem 1. und 7. Januar. Am 31. Dezember gibt es zudem die seltene Gelegenheit, die historische Glocke zu läuten, die im Jahr 1775 gegossen wurde.
An den Tagen mit den Zahlen 8, 18 und 28 eines jeden Monats finden die lebhaften 'Ennichi'-Märkte statt. Diese Märkte bieten eine authentische Atmosphäre lokaler Volksfestlichkeiten. Zudem liegt der Tempel auf einer Route der 'Sieben Glücksgötter' (Shichifukujin-meguri), was ihn zu einem idealen Stopp für einen kulturellen Spaziergang macht. In der Nähe des Eingangs können oft Karten zur Orientierung gefunden werden.
Die Gegend um Zoshigaya ist durch die Toden Arakawa Line (Tokyo Sakura Tram) mit der Haltestelle 'Kishibojin-mae' sehr gut angebunden. Die Umgebung ist geprägt von einem charmanten, historischen Flair. Auch der nahegelegene Friedhof, in dem unter anderem das Grab des berühmten Schriftstellers Natsume Soseki liegt, ist ein interessantes Ziel für kulturgeschichtlich interessierte Besucher.
Bitte beachten Sie die grundlegenden Regeln für den Besuch eines aktiven Tempels (Ruhe bewahren). Da sich die Temperaturen je nach Jahreszeit stark ändern können, empfehlen wir, die Wettervorhersage zu prüfen. Aufgrund der natürlichen Wege und Stufen im Gelände sind bequeme Wanderschuhe sehr empfehlenswert. Für den Erwerb von Glücksbringern (Omamori) oder Tempelstempeln (Goshuin) informieren Sie sich bitte vor Ort über die aktuellen Möglichkeiten.