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Die Zeremonien „Kiku Kuyo-e“ (Chrysanthemen-Opferung) und „Kinryu no Mai“ (Tanz des Goldenen Drachen) im Senso-ji Tempel sind tief in der japanischen Tradition verwurzelt. Besonders beeindruckend ist der Tanz des Goldenen Drachen: Ein riesiger Drache, der die Legende der Erscheinung von Kannon (der Göttin der Barmherzigkeit) verkörpert, zieht durch die Nakamise-Straße. Mit einer Länge von 15 Metern, einem Gewicht von etwa 88 kg und 8.888 Schuppen aus echtem Blattgold ist dieser Anblick absolut überwältigend und schafft eine mystische Atmosphäre in der historischen Kulisse von Asakusa.
Der Tanz des Goldenen Drachen hat seine Wurzeln in der Legende, nach der ein goldener Drache erschien, als die Kannon-Statue gefunden wurde, und ein Kiefernwald über Nacht wuchs. Die Kiku Kuyo-Zeremonie hingegen ist ein seit der Meiji-Ära (ca. 1897) bestehender Ritus im Zusammenhang mit dem Chrysanthemenfest. Beide Traditionen dienen dazu, den Respekt vor der Natur und den Gottheiten in der modernen Zeit lebendig zu halten.
Der Höhepunkt ist der Umzug des Goldenen Drachen durch die Nakamise-Straße, getragen von acht Männern. Ein besonderer Anblick sind auch die Kindergartenkinder, die hinter dem Drachen herlaufen. Es heißt, dass das Berühren des Drachenkopfes Glück und Reichtum bringt. Für die beste Sicht können Sie den Drachen entweder direkt in der Nakamise-Straße beobachten oder die Vorführung vor dem westlichen Platz des Hauptgebäudes (Hondo) genießen. Bei der Kiku Kuyo-Zeremonie können Besucher kleine Chrysanthemen opfern, um eine tiefere spirituelle Verbindung zum Tempel zu erleben.
Diese Ereignisse finden nur zweimal im Jahr statt: am 18. März und am 18. Oktober. Der Tanz des Goldenen Drachen wird dreimal täglich aufgeführt: die erste um 11:30 Uhr, die zweite um 14:00 Uhr und die dritte um 15:30 Uhr (jeweils am westlichen Platz des Hondo). Der Drache startet um 11:00 Uhr am Kaminarimon-Tor und zieht durch die Nakamise-Straße zum Hauptgebäude. Planen Sie Ihre Zeit gut, um entweder die Menge in der Straße oder die formelle Vorführung vor dem Tempel zu erleben.
Während der Kiku Kuyo-Zeremonie können Sie in der Nähe des Hauptgebäudes kleine Chrysanthemen erwerben, um sie als Opfergabe im Tempel darzubringen. Ein besonderes Sammlerstück ist das „Chrysanthemen-Amulett“ (Kiku Omamori), das nur an diesen Tagen erhältlich ist und für ein langes Leben steht. Zudem bietet sich die Gelegenheit, die „Ura-Kannon“ (die verborgene Kannon-Statue) auf der Rückseite des Hauptgebäudes zu besuchen.
Das Gelände des Senso-ji und die Nakamise-Straße sind während dieser Feste sehr belebt. Da der Drache durch die engen Gassen der Nakamise-Straße zieht, sollten Sie mit viel Geduld und Zeit für den Weg rechnen. Der westliche Platz des Hauptgebäudes bietet die beste Sicht auf die Zeremonie. Hinter dem Hauptgebäude befindet sich zudem ein ruhigerer Bereich für Gebete.
Tragen Sie bequeme Kleidung und festes Schuhwerk, da Sie sich in Menschenmengen bewegen müssen. Für den Kauf von Blumen oder Amuletten ist Bargeld erforderlich. Da es sich um eine religiöse Zeremonie handelt, bitten wir um Respekt gegenüber den Bräuchen und dem Verhalten im Inneren des Tempels. Achn Sie beim Fotografieren auf die Anweisungen des Personals und die Bewegungsfreiheit der Teilnehmer.