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Kōchi-fūke ist eine massive Kalksteinhöhle in der Stadt Taga, Landkreis Inami, Präfektur Shiga. Mit einer Gesamtlänge von etwa 10.020 m ist sie die viertgrößte Höhle Japans und eine der größten in der Kinai-Region. Die Höhle entstand durch die Erosion von Kalkstein durch Wasser und zeichnet sich durch ihre enormen Hohlräume aus. Besonders beeindruckend ist die sogenannte 'Große Halle' (Daihiro-ma), die mit 60 m Länge, 20 m Breite und 20 m Höhe die Besucher in ihren Bann zieht. Da die Temperatur im Inneren das ganze Jahr über konstant bei etwa 11,3 °C liegt, diente die Höhle historisch als natürlicher Kühlschrank zur Lagerung von Kartoffeln und Seidenraupen.
Die Höhle liegt in der Kalksteinregion der Suzuka-Berge (Omi-Karst). Sie wurde aus Schichten gebildet, die aus Korallenriffen der Perm-Zeit stammen. Im Jahr 1959 wurde Kōchi-fūke als Naturdenkmal der Präfektur Shiga ausgewiesen. Zudem gehört das Gebiet seit 1950 zum staatlichen Biwako-Nationalpark. Die Geschichte der Höhle ist eng mit der Nutzung ihrer konstanten Temperatur als Lagerstätte verknüpft, was die tiefe Verbindung zwischen menschlicher Lebensweise und den Gaben der Natur zeigt. Heute wird das Gebiet von der Kōchi-Tourismusvereinigung verwaltet, um den Naturschutz mit dem Tourismus in Einklang zu bringen.

Das Highlight ist der begehbare Teil der Höhle. Die 'Große Halle' ist ein durch einen massiven Einsturz entstandener Raum, dessen schiere Größe überwältigend wirkt. Am Boden der Höhle fließt teilweise Wasser, dessen Stand sich nach Regenfällen erhöhen kann. Die komplexe, mehrschichtige Struktur der Höhle zeigt die faszinierende Textur des Kalksteins und die durch Grundwasser geformte Topografie. Bitte beachten Sie, dass aus Gründen des Naturschutzes das Betreten der tiefer liegenden Bereiche hinter den Absperrungen streng untersagt ist.
Da die Temperatur in der Höhle konstant bei ca. 11 °C liegt, ist ein Besuch zu jeder Jahreszeit möglich. Im Sommer wirkt sie erfrischend kühl, im Winter angenehm mild. Die Luftfeuchtigkeit liegt konstant bei über 90 %. Ein Besuch während der hellen Tagesstunden ermöglicht es, das Spiel des Lichts am Höhleneingang und den Temperaturunterschied zur Außenwelt besonders intensiv wahrzunehmen. Da sich der Wasserstand je nach Wetterlage ändern kann, wird empfohlen, vorab lokale Informationen einzuholen.

Besucher können durch ein einzigartiges unterirdisches Gebilde wandern. In der 'Großen Halle' lässt sich die geologische Entwicklung der Erde über Jahrmillionen hautnah beobachten. Die Beobachtung der Wasserläufe und der durch Kalksteinbrüche entstandenen Strukturen ist auch aus wissenschaftlicher Sicht hochinteressant. Es handelt sich jedoch um eine touristisch erschlossene Route und nicht um eine professionelle Höhlenforschung (Caving).
Die Umgebung von Taga ist als 'Omi-Karst' bekannt. Die Region ist geprägt von Kalksteinformationen, zahlreichen Höhlen und wunderschönen Wanderwegen. Die Nähe zum Biwako-Nationalpark macht die Gegend zu einem Paradies für Naturliebhaber und Wanderer.
Aufgrund der konstanten Temperatur von 11 °C und der hohen Luftfeuchtigkeit ist auch im Sommer eine leichte Jacke zur Wärmeisolierung ratsam. Da der Boden feucht und uneben sein kann, sind festes Schuhwerk (Sneaker oder Wanderschuhe) dringend empfohlen.
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