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Das „Yabusame-Shinji“ in der Kashima Jingu wird jedes Jahr am 1. Mai abgehalten und ist eine historische Zeremonie, die traditionelle japanische Kampfkunst mit Shinto-Ritualen verbindet. Dieses Ritual wurde seit der Antike als Gebet für eine gute Ernte und zur Demonstration militärischer Tapferkeit praktiziert. Die Präzision, mit der die Bogenschützen die Zielscheiben vom galoppierenden Pferderücken aus treffen, erfordert höchste Konzentration und hinterlässt beim Publikum einen tiefen Eindruck. Zusammen mit dem Otaue-sai (Reispflanzfest) symbolisiert dieses Ereignis den Wechsel der Jahreszeiten und die tiefe Verwurzelung in der japanischen Spiritualität.
Die Kashima Jingu ist ein bedeutender Schrein, der dem Gott Takemikazuchi-no-Okami gewidmet ist, einer Gottheit der Kampfkunst. Das Yabusame-Ritual ist eng mit diesem historischen Kontext verknüpft. Durch die Verbindung mit dem Otaue-sai dient die Zeremonie sowohl als Dank an die Natur als auch als Symbol für kriegerische Stärke. Von der traditionellen Kleidung über die Pferde bis hin zu den Bögen und Pfeilen werden alle Elemente streng nach den alten Traditionen ausgeführt, was die tiefe spirituelle Bedeutung widerspiegelt.
Der spannendste Moment ist das Zusammenspiel von Geschwindigkeit und Präzision. Die Zeremonie beginnt mit einem feierlichen Umzug der Teilnehmer in traditioneller Tracht, gefolgt von den einzelnen Vorführungen. Insgesamt werden sechs Pferde präsentiert, die im vollen Galopp die Zielscheiben anvisieren. Die Momente, in denen der Pfeil die Scheibe trifft, während das Pferd mit hoher Geschwindigkeit vorbeirauscht, sind technisch höchst anspruchsvoll. Es empfiehlt sich, vorab einen guten Platz am Rand des Reitplatzes (Baba) zu finden, um die Bewegungen der Pferde und Schützen optimal verfolgen zu können.
Dieses Ereignis findet ausschließlich am 1. Mai statt. Das Programm konzentriert sich auf den Nachmittag: Gegen 13:00 Uhr beginnt das Otaue-sai (Reispflanzfest), woraufhin gegen 14:30 Uhr das Yabusame-Shinji startet. Da das Ereignis im Frühling stattfindet, ist das Wetter meist mild, jedoch ist die Veranstaltung im Freien. Da die Vorbereitungen bereits am frühen Nachmittag beginnen, empfiehlt es sich, frühzeitig vor Ort zu sein, um einen guten Platz zu sichern.
Besucher können die Kunst des Yabusame aus nächster Nähe beobachten, was weit über ein bloßes Zuschauen hinausgeht – es ist eine visuelle Reise in die japanische Geschichte. Das Klappern der Hufe, das Geräusch der fliegenden Pfeile und der Moment des Treffers sprechen alle Sinne an. Für Fotografen ist die Nutzung der Serienbildfunktion (Continuous Shooting) sehr zu empfehlen, um die schnellen Bewegungen der Pferde und Schützen perfekt einzufangen.
Das Gelände der Kashima Jingu beeindruckt durch seine historischen Gebäude und die weitläufigen Pfade. Der Reitplatz befindet sich an einem wichtigen Weg, der zum Hauptschrein führt. In der Region Kashima finden zudem oft andere saisonale Rituale statt. Die Umgebung bietet zudem die Möglichkeit, die lokale Küche und die historische Atmosphäre der Region zu genießen.