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Kase-tori ist ein traditionsreiches Volksfest, das jedes Jahr am 11. Februar (Koshogatsu) in der Stadt Kaminoyama, Präfektur Yamagata, gefeiert wird. Die Hauptfiguren, die Kase-tori, tragen einen kegelförmigen Hut aus Stroh, den sogenannten „Kendai“, und ziehen unter dem markanten Ruf „Kakka-kka!“ durch die Straßen. Dieses Fest hat den Charakter eines „Besuchsgottes“, der den Wohlstand des kommenden Jahres feiert. Die Menschen in der Stadt besprengen die Kase-tori mit rituellen Wasserweihen, um für eine reiche Ernte, geschäftlichen Erfolg, familiäres Glück und Schutz vor Feuer zu beten.
Die Kase-tori-Figuren symbolisieren Boten des Glücks, die den Wohlstand des Jahres feiern. Der Name variiert in der Tradition (wie „Kase-tori“ für geschäftlichen Erfolg oder „Kase-tori“ für Schutz vor Feuer). Nachdem die Tradition in ihrer ursprünglichen Form gewahrt wurde, wurde sie 1959 in ihrer heutigen Gestalt wiederbelebt. Seit 1986 pflegt die lokale Kase-tori-Erhaltungsgesellschaft die traditionellen Melodien und Tänze. Heute ist das Fest nicht nur ein lokales Ereignis, sondern zieht auch Besucher aus dem In- und Ausland an, die sich für authentische japanische Bräuche interessieren.
Die Zeremonie beginnt mit einem Gebetsritual vor dem Haupttor der Burg Kaminoyama. Ein absolutes Highlight ist der Tanz der Kase-tori, die sich rhythmisch zu den Klängen von Flöten, Trommeln und Becken bewegen und dabei den Ruf „Kakka-kka!“ ausstoßen. Danach ziehen die Gruppen in Gruppen durch das Stadtzentrum und das Onsen-Viertel, wobei sie vor Geschäften und Gasthäusern (Ryokan) auftreten. Ein besonders dynamischer Moment ist, wenn die Zuschauer die Kase-tori mit Wasser aus Eimern oder Kellen besprengen. Ein weiterer besonderer Aswert ist die Interaktion mit den Trägern der Geldkörbe: Wer ein kleines Spendenritual vollzieht, kann einen Segen für den Schutz vor Feuer erhalten.
Das Fest findet jährlich am 11. Februar statt. Da dies in die kälteste Zeit des Jahres fällt, ist die Atmosphäre besonders intensiv. Die Prozession bewegt sich von der Umgebung der Burg Kaminoyama durch das Stadtzentrum bis hin zum Onsen-Viertel. Je nach Tageszeit ändert sich der Ort des Geschehens, daher empfiehlt es sich, die Route der Prozession genau zu verfolgen, um die dynamischen Wasser-Zeremonien im Winter zu erleben.
Besucher können aktiv am Fest teilnehmen, indem sie die Kase-tori mit „Iwai-mizu“ (Segenswasser) besprengen. Dieses Wasser trägt die symbolische Kraft, Unheil abzuwenden. Beobachten Sie zudem die detailreichen traditionellen Kostüme, wie den Kendai-Strohhut und die handgefertigten Waraji-Sandalen. Es ist eine seltene Gelegenheit, die japanische Handwerkskunst und die tiefe Symbolik der Tradition hautnah zu erleben.
Der Startpunkt der Prozession rund um die Burg Kaminoyama bietet eine wunderschöne historische Kulisse. Die Route führt durch das charmante Stadtzentrum und die Thermalquellen (Onsen-Viertel), was den Besuch mit einem Aufenthalt in einem traditionellen Gasthaus ideal kombiniert. Die historische Atmosphäre der Stadt unterstreicht die Bedeutung des Festes.
Da das Fest am 11. Februar in der strengen Winterkälte stattfindet, ist warme Kleidung absolut unerlässlich. Da es bei der Zeremonie oft nass wird, sollten Sie sich auf die Kälte vorbereiten. Bitte respektieren Sie die lokalen Traditionen und die Anwohner. Es ist ratsam, etwas Bargeld für traditionelle Spenden bereitzuhalten, und beim Fotografieren sollte auf die Privatsphäre der Teilnehmer geachtet werden.