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Die 'Karuta Hajime-shiki', die jährlich am 3. Januar im Yasaka-Schrein stattfindet, ist eines der bedeutendsten Neujahrsereignisse in Kyoto. Bei dieser Zeremonie erscheinen die sogenannten 'Karuta-Hime' (Karuta-Prinzessinnen) in prächtigen Jūnihitoe-Gewändern (traditionelle mehrlagige Seidengewänder der Heian-Zeit) sowie Kinder in traditioneller Kleidung, um das Spiel 'Hyakunin Isshu' aufzuführen. Wenn der Vorleser die erste Hälfte eines Gedichts rezitiert, versuchen die Teilnehmer, die entsprechende Karte mit der zweiten Hälfte so schnell wie möglich zu ergreifen. Dieser Prozess symbolisiert die tiefe Verwurzelung der japanischen Spielkultur. Nach dem Spiel dient die Zeremonie auch der feierlichen Präsentation der wunderschönen historischen Gewänder. Es ist eine seltene Gelegenheit, die Eleganz der japanischen Geschichte direkt im historischen Umfeld eines Kyototer Schreins zu erleben.
Die Zeremonie ist eng mit der Legende von Susanoo-no-Mikoto, der Hauptgottheit des Yasaka-Schreins, verknüpft. Es heißt, dass Susanoo-no-Mikoto bei seiner Hochzeit mit Kushinadahime-no-Mikoto ihre Freude in einem Waka-Gedicht besang: 'Yakumo tatsu Izumo yaezaki...'. Dieses Gedicht gilt als eines der frühesten Beispiele für die klassische japanische Versform. Da Susanoo-no-Mikoto als geschätzter Dichter verehrt wird, an den viele Waka-Gedichte dargebracht wurden, ist die Karuta-Zeremonie als ein spirituelles Ereignis zur Eröffnung des neuen Jahres fest in der Tradition des Schreins verankert.
Das absolute Highlight ist das rasante Spiel des Hyakunin Isshu, bei dem die Teilnehmer in ihren aufwendigen Gewändern um die Karten kämpfen. Die Spannung, die entsteht, wenn die Karten im richtigen Moment gegriffen werden, ist faszinierend. Zudem bietet die anschließende Präsentation der Jūnihitoe-Gewänder einen tiefen Einblick in die ästhetische Schönheit der Heian-Zeit. Diese Szenerie gilt als einer der besonders sehenswerten Anblicke im Kyoto des frühen Januars.
Dieses Ereignis ist ein saisonales Highlight und findet ausschließlich am 3. Januar statt. Die Zeremonie beginnt in der Regel gegen 13:00 Uhr, wobei sich die genaue Zeit je nach dem Verlauf der Feierlichkeiten leicht verschieben kann. Da die Veranstaltung während der ersten drei Tage des neuen Jahres stattfindet, lässt sie sich ideal in eine Sightseeing-Tour durch Kyoto integtegren. Da der Januar in Kyoto sehr kalt sein kann, wird dringend empfohlen, warme Kleidung bereitzustellen, bevor Sie das Gelände des Schreins betreten.
Die Karuta Hajime-shiki ist eine Zeremonie zum Beobachten. Besucher können die Geschwindigkeit und Präzision des Spiels sowie die feinen Details der traditionellen Gewänder aus nächster Nähe bewundern. Es ist eine visuelle Reise, die zeigt, wie ein traditionelles Spiel wie 'Karuta' zu einer hochkultivierten rituellen Kunstform erhoben wurde.
Der Yasaka-Schrein befindet sich im belebten Gion-Viertel in Kyoto. Die Umgebung ist geprägt von historischen Tempeln und traditionellen Stadtvierteln. Vor oder nach der Zeremonie können Sie die zahlreichen Cafés, Restaurants und Souvenirläden in der Nähe besuchen, die das charmante Flair von Kyoto versprühen. Auch der Zugang zu den Sehenswürdigkeiten in der Higashiyama-Region ist von hier aus sehr gut.
Für Besuche am Schrein oder Einkäufe in der Umgebung wird empfohlen, Bargeld (Japanische Yen) bereitzuhalten. Während in der näheren Umgebung oft Karten akzeptiert werden, ist bei kleinen Ständen oder bei religiösen Spenden oft nur Bargeld möglich.
Am Yasaka-Schrein und in der Umgebung gibt es grundlegende englische Beschilderungen. Eine detaillierte Erklärung der Zeremonie auf Englisch ist jedoch meist nicht vorgesehen.
Für die Teilnahme oder das Beobachten der Karuta Hajime-shiki ist keine Vorabreservierung erforderlich. Kommen Sie einfach zur angegebenen Zeit zum Yasaka-Schrein.
Da der Januar in Kyoto sehr kalt sein kann, sollten Sie warme Kleidung wie dicke Mäntel, Schals und Handschuhe einplanen. Da das Gelände des Schreins teilweise aus Kieswegen und Treppen besteht, sind bequeme Schuhe ratsam.
Bitte achten Sie darauf, die Zeremonie nicht durch Fotografieren zu stören. Es wird darum gebeten, die religiöse Atmosphäre zu respektieren und die Teilnehmer nicht zu behindern.
Auf dem Schreinsgelände gibt es teilweise unebene Wege und Kiesflächen, was die Mobilität mit dem Rollstuhl etwas erschweren kann. Bitte planen Sie dies bei Ihrem Besuch ein.