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Der Kamo-jinja, auch bekannt als „Mikari-no-nomori Kamo-jinja“, befindet sich in der Stadt Omihachiman in der Präfektur Shiga. Er wurde im Jahr 736 durch Kaiser Shomu gegründet. Das Gebiet diente bereits zur Zeit von Kaiser Tenji als staatliche Zuchtstation zur Förderung der Reitkunst und Pferdezucht, weshen es als „Heiliger Ort der Pferde“ in die japanische Geschichte eingegangen ist. Ein besonderes Highlight ist die monumentale Pferdestatue, die als die größte ihrer Art in Japan gilt.
Die Geschichte des Schreins reicht bis in die Zeit nach dem Kampf bei Hakusukinoe zurück, als Kaiser Tenji die Bedeutung der Reitkunst und der Pferdezucht betonte. Auf Befehl von Kaiser Shomu wurde unter der Leitung von Kibitsuji no Makibi, einem Meister der Onmyodo-Lehre, ein prächtiger Schrein errichtet, um Unheil abzuwenden und den Frieden im Land zu sichern. Das Hauptgebäude (Honden) wurde gemäß den Prinzipien des Onmyodo an der Nordost-Achse (dem „Geistertor“) platziert. Zudem pflegt der Schrein traditionelle Rituale wie das Keie-kai-Fest der Kamigamo-Schreine in Kyoto.

Das Zentrum des Geländes bilden die historischen Schrein-Gebäude und die Anlagen rund um die „Bashinrei-sha“, die der Verehrung der Pferdeseelen dienen. Besonders sehenswert ist die monumentale Pferdestatue. Über das Gelände verteilt finden sich zudem der Wakamiya-Schrein (gewidmet Kaiser Nintoku), die Umusubi-Schrein sowie die Fudo-do und Koshin-do Hallen, die aus der Ära der Trennung von Shintoismus und Buddhismus stamtheimmen. Diese Bauwerke zeugen von der vielschichtigen religiösen Geschichte des Ortes.
Der Kamo-jinja bietet saisonale spirituelle Erlebnisse. Im April finden die jährlichen Feste des Hiyoshi-Schreins statt, darunter die Shinkosai-Zeremonie am 15. April und das Große Fest am 6. Mai. Begleitet werden diese durch das „Ashifuse-Soma“-Ritual, bei dem traditionelle Pferderennen auf einer 400 Meter langen Strecke ausgetragen werden. Im Januar ist der Schrein besonders bedeutend, da am zweiten Sonntag des Monats ein großes Fest zur Sicherung der Sicherheit von Pferden und Reitern stattfindet. Am 31. Juli wird zudem das Sommer-Große-Reinigungsritual (Natsu-ogoe-harae) gefeiert.
Besucher können die Geschichte des „Ashifuse-Soma“ hautnah erleben – ein seltenes rituelles Pferderennen, das eng mit den Traditionen des Kamigamo-Schreins verwandt ist. Auch die Neujahrszeremonien im Januar bieten einen tiefen Einblick in die japanische Spiritualität und die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Pferd.
Der Schrein liegt im Bezirk Kamo in Omihachiman. Die Umgebung ist geprägt von einer malerischen Kulturlandschaft der Präfektur Shiga, die sich ideal für historische Pilgerreisen und ausgedehnte Spaziergänge in der Natur eignet.
Beim Besuch des Schreins wird um angemessene Etikette gebeten. Da das Gelände sehr weitläufig ist, empfehlen wir festes Schuhwerk. Die Bezahlung für Opfergaben (Saisen) oder Amulette erfolgt in der Regel in bar. Da die Beschilderung auf Englisch begrenzt ist, empfiehlt es sich, die grundlegenden Regeln der Schreinbesuchung vorab zu kennen. Bitte achten Sie beim Fotografieren auf die geltenden Regeln, insbesondere im Inneren der Gebäude.