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Jigokunuma liegt am Fuße des Hakkoda-Gebirges in der Präfektur Aomori und bildet sich in den Überresten eines ehemaligen explosiven Kraters. Die Umgebung ist geprägt von vulkanischer Aktivität: Aus den Fumarolen steigen ständig Schwefelgase auf, und heißes Wasser sprudelt aus dem Boden. Der See selbst ist stark sauer und beherbergt aufgrund der extremen Bedingungen (bis zu 90 °C heißes Wasser) kein Leben. Der dichte Dampf und der Schwefelgeruch verleihen dem Ort eine fast surreale, „höllische“ Atmosphäre, die die rohe Kraft der Erde spürbar macht.
Dieser Ort ist ein lebendiges Zeugnis der vulkanischen Geschichte der Region. Die geologischen Strukturen bewahren die Merkmale des ursprünglichen Kraters und zeigen durch die ständige Gasemission die anhaltende Energie des Bodens. In unmittelbarer Nähe befindet sich die traditionsreiche Sukayu Onsen, was die tiefe Verbindung zwischen der vulkanischen Natur und der lokalen Onsen-Kultur unterstreicht.

Das beeindruckendste Merkmal von Jigokunuma ist die karge, unberührte Naturlandschaft. Rund um den See, wo kaum Vegetation wächst, sieht man die Spuren der vulkanischen Hitze. Ein besonderes Highlight ist der Kontrast zwischen der rauen Kraterlandschaft und der saisonalen Schönheit des Hakkoda-Gebirges. Besonders im Herbst, wenn sich die umliegenden Wälder in leuchtenden Farben färben, entsteht ein spektakuläres Farbspiel zwischen dem grünlich-grauen See und dem bunten Laub.
Jigokunuma zeigt sich zu jeder Zeit von einer anderen Seite. Im Frühling und Sommer bildet der karge See einen markanten Kontrast zum satten Grün der umliegenden Berge. Im Herbst erreicht die Dramatik ihren Höhepunkt, wenn die roten und gelben Blätter der Bäume die Landschaft umrahmen. Auch die Tageszeit spielt eine Rolle: Je nach Sonnenstand und Temperatur verändert sich die Dichte des aufsteigenden Dampfes, was die Atmosphäre des Ortes ständig neu definiert.

Direkt gegenüber von Jigokunuma, auf der anderen Seite der Straße, befindet sich ein Pavillon namens „Manju-fukashi“. Hier können Besucher eine einzigartige lokale Tradition erleben: Man setzt sich auf Bänke, durch die 95 °C heißes Wasser fließt, um die Beine durch den aufsteigenden Dampf zu wärmen. Dieser Brauch ist tief in der lokalen Kultur verwurzelt und wird oft mit Fruchtbarkeit und Verjüngung in Verbindung gebracht.
Der See liegt nur etwa 5 Gehminuten von der berühmten Sukayu Onsen entfernt. Die Region eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen und Naturbeobachtungen im Tsugaru-Nationalpark, der für seine unberührte Wildnis bekannt ist.

Da Sie sich in einer vulkanisch aktiven Zone mit Schwefelgeruch und Hitze bewegen, wird bequeme Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen. Achten Sie beim Fotografieren auf Ihre Sicherheit. Für die Nutzung der lokalen Einrichtungen (wie den Manju-fukashi-Pavillon) sollten Sie sicherstellen, dass Sie passendes Kleingeld oder eine gängige Zahlungsmethode dabei haben. Wichtig: Betreten Sie niemals das Wasser oder die unmittelbare Uferzone, da die Säurekonzentration und die Hitze lebensgefährlich sind.