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Das Jakushu Itteki Bunko ist ein umfassendes Literaturzentrum, das der berühmte Schriftsteller Tsutomu Mizukami (geboren in der Präfektur Fukui) gründete, um sein literarisches Erbe und die Kunst der Bambuspuppen zu fördern. Seit der Eröffnung im Jahr 1985 wird die Einrichtung von der NPO Itteki no Sato verwaltet. Das Komplex umfasst das Hauptgebäude, das Bambuspuppen-Museum, das Kuruma-Isu-Theater sowie das Rokkakudo-Café und bietet eine tiefe Eintauchen in die Welt der Literatur, der Kunst und der traditionellen japanischen Handwerkskunst.
Die Einrichtung ist ein kultureller Ankerpunkt in der Heimatregion von Tsutomu Mizukami (heute Oi-cho, Präfektur Fukui). Mizukami widmete sich der Förderung der Kunst durch die Gründung der „Jakushu Ningyo-za“, einer Gruppe, die das Puppenspiel mit Bambusfiguren (Bunraku-Stil) vorantrieb. Die Architektur des Hauptgebäudes, das 1984 fertiggestellt wurde, ist preisgekrönt (Chubu Architecture Award) und zeichnet sich durch eine außergewöhnliche ästhetische Qualität aus. Das Zentrum dient nicht nur der Ausstellung, sondern auch der aktiven Pflege der regionalen Kultur.

Das Gelände bietet vielfältige Erlebnisräume. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes befindet sich eine Bibliothek mit etwa 20.000 wertvollen Büchern, darunter die persönliche Sammlung von Tsutomu Mizukami, sowie ein spezieller Bereich für Kinder („Bunna-Zimmer“). In den Sonderausstellungsräumen können zudem Werke von Künstlern bewundert werden, die eng mit Mizukami befreundet waren, wie etwa Shun'i Akino oder Kouta Suda.
Im Bambuspuppen-Museum können Besucher die filigrane Schönheit von etwa 60 Bambus-Puppenkörpern und rund 250 kunstvoll geschnitzten Köpfen bewundern. Das Kuruma-Isu-Theater ist der Ort für regelmäßige Aufführungen des traditionellen Bambuspuppen-Dramas. Ein besonderes Highlight ist der Blick durch das „Picture Window“ des Theaters auf den umliegenden, friedlichen Bambushain. Die harmonische Verbindung von Architektur und Natur findet sich auch in den Gärten und dem Rokkakudo-Pavillon wieder.
Die Gärten und die Fotogalerie zeigen zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht. Besonders der Bambushain hinter dem Kuruma-Isu-Theater wirkt je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich und atmosphärisch. Ein kultureller Höhepunkt ist der Monat Oktober, wenn im Zusammenhang mit der Gedenkfeier für Tsutomu Mizukami („Kienki“) besondere Veranstaltungen stattfinden. Während der regulären Öffnungszeiten können Sie die Architektur bei hellem Tageslicht besonders gut genießen.
Für ein tiefes Verständnis der japanischen Handwerkskunst bietet das Zentrum traditionelle Workshops an. Dazu gehören das Herstellen von Bambuspapier, das Schnitzen von Bambuspinseln, das Gestalten von Magatama-Steinen oder sogar das Entfachen von Feuer. Diese Aktivitäten ermöglichen es, die japanische Ästhetik in einer ruhigen, meditativen Umgebung hautnah zu erleben.
Das Zentrum liegt in der naturreichen Umgebung von Oi-cho. Die stille, idyllische Landschaft der Umgebung spiegelt die literarische Welt von Tsutomu Mizukami wider und lädt zu entspannten Spaziergängen durch die Natur und historische Pfade ein.
Das Gebäude besteht primär aus Holzkonstruktionen. Es gibt zwar teilweise barrierefreie Wege (Rampen), jedoch ist beim Besuch der Ausstellungen auf die empfindlichen Exponate Rücksicht zu nehmen. Bitte tragen Sie dezente Kleidung. Das Fotografieren ist in einigen Bereichen eingeschränkt. Für die Nutzung des Cafés oder der Workshops ist die Mitnahme von Bargeld erforderlich. Die englischsprachige Unterstützung vor Ort ist begrenzt.