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Das Kashiwabara Museum in der Stadt Iwakuni (Präfektur Yamaguchi) ist ein spezialisiertes Museum für antike Kunst und Keramik. Ursprünglich 1963 als Iwakuni Historical Museum eröffnet, präsentiert es heute die renommierte „Kashiwabara-Sammlung“. Die Sammlung umfasst etwa 6.000 Objekte, darunter Nationalgüter und bedeutende kulturelle Schätze, die die Vielfalt der japanischen Geschichte widerspiegeln – von Samurai-Ausrüstung über Kalligrafie und Malerei bis hin zu Keramik und Glasarbeiten. Dank der Lage direkt an der Talstation der Iwakuni Castle Ropeway lässt sich der Besuch ideal mit einem Ausflug zur Burg verbinden.
Die Geschichte des Museums reicht bis ins Jahr 1963 zurück. Ursprünglich als regionales Geschichtsmuseum konzipiert, hat es sich stetig weiterentwickelt. Nach einer Umbenennung in das Iwakuni Museum im Jahr 2004 wurde es am 1. Oktober 2020 offiziell in „Kashiwabara Museum“ umbenannt. Mit dieser Neuausrichtung wurden auch die Exponate und die Präsentationsweise weiter verfeinert. Die Sammlung umfasst Gegenstände, die mit den Kriegsherren der Sengoku-Zeit sowie dem Alltagsleben der Edo-Zeit in Verbindung stehen, und bietet somit tiefe Einblicke in die Lebensweise und Ästhetik vergangener Epochen.
Die Ausstellungen sind thematisch in zwei Bereiche unterteilt: „Kultur des Lebens und Todes“ sowie „Kultur des Alltags“. Im Bereich der Kriegskultur werden Schwerter, Helme (Kabuto), Rüstungen (Katchu) und Reitausrüstung aus der Sengoku- und Edo-Zeit präsentiert. Besonders sehenswert sind die historischen Wandschirme (Byobu), wie die Darstellungen der Schlachten von Kannazuka, die visuell eindrucksvoll die Dynamik vergangener Schlachten vermitteln. Hier finden sich auch echte Nationalgüter in Form von prachtvollen Katanas.
Der Bereich der Alltagskultur zeigt die hohe Handwerkskunst der Edo-Zeit durch Keramiken, Glasarbeiten und kunstvoll verzierte Lackarbeiten (Makie). Exponate wie die blau-schwarze Keramik oder fein gearbeitete Trinkgefäße zeugen von der technologischen Meisterschaft jener Zeit. Zudem beherbergt das Museum etwa 250 Gemälde bedeutender Künstler wie Mori Kanzai oder Yokoyama Taikan, was den kulturellen Wert der Sammlung unterstreicht.
Das Museum ist von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Beachten Sie jedoch, dass in der Wintersaison (Dezember bis Februar) die Schließzeit bereits um 16:00 Uhr ist. Die hellen Tagesstunden eignen sich hervorragend, um die feinen Texturen der Keramiken und die Details der Wandgemälde zu bewundern. Da das Museum direkt an der Talstation der Iwakuni Castle Ropeway liegt, empfiehlt sich ein Besuch unmittelbar vor oder nach der Seilfahrt zur Burg Iwakuni.
Besucher können die japanische Geschichte nicht nur sehen, sondern durch die detaillierten Exponate wie die Samurai-Rüstungen förmlich greifbar machen. Die Ausstellung bietet eine visuelle Reise durch die Zeit und hilft dabei, die kulturellen Übergänge Japans zu verstehen. Die ruhige Atmosphäre des Museums lädt dazu ein, die Ästhetik der traditionellen japanischen Kunst in aller Ruhe zu studieren.
Direkt vor dem Museum befindet sich die Talstation der Iwakuni Castle Ropeway. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang zum Besuch der Burg Iwakuni. Zudem ist das Museum gut an die touristische Route zur berühmten Kintai-Brücke angebunden, was es zu einem perfekten Bestandteil eines kulturellen Rundgangs durch die Region Iwakuni macht.
Zum Schutz der empfindlichen Exponate ist das Fotografieren nur nach Anweisung gestattet; oft ist die Nutzung von Blitzlicht untersagt. Es gibt keine spezielle Kleiderordnung, aber bequemes Schuhwerk wird für das entspannte Wandern durch die Ausstellungsräume empfohlen. Bitte halten Sie für den Eintritt Bargeld bereit. Während einige Informationen und Schilder auch auf Englisch verfügbar sind, empfiehlt es sich, bei Detailfragen das Personal vor Ort zu konsultieren. Eine Reservierung ist nicht erforderlich.