
Guide
Itashiro Onsen liegt am westlichen Rand des Nasu-Gebirges in der Stadt Nasushiobara, Präfektur Tochigi, direkt am Oberlauf des Nakagawa-Flusses. Mit einer Geschichte von über 1000 Jahren ist der Ort als „Heilwasser von Shimotsuke“ berühmt. Seit 1971 ist er als nationaler Erholungsort zertifiziert und gilt heute als ein Ort der Ruhe und des Wohlbefindens. Eingebettet in den Nikko-Nationalpark, bietet die Region nicht nur erstklassige Thermalquellen, sondern auch vielfältige Outdoor-Aktivitäten in einer beeindruckenden Naturkulisse.
Die Ursprünge des Ortes reichen bis ins Jahr 1059 zurück. Es heißt, dass der lokale Herrscher Nasu Muneshige die heißen Quellen während einer Jagd entdeckte. Später entwickelten sich die Bewohner von Itashiro zu Gastwirten, wodurch der Ort zu einem etablierten Kurort heranwuchs. In der frühen Neuzeit war Itashiro als einer der „Sieben Quellen von Nasu“ ein beliebtes Ziel für Menschen, die zur Genesung kamen. Ein besonderer Begriff ist die „Heilung ohne Stock“, da man glaubte, dass die Kraft des Wassers die körperliche Genesung so sehr beschleunigt, dass man den Wanderstock nach der Kur nicht mehr benötige. Diese tiefe Tradition der Kurkultur wird bis heute gepflegt.

In Itashiro Onsen finden Sie einzigartige kulturelle und natürliche Schätze. Besonders hervorzuheben ist die „Tsuna-no-Yu“-Tradition: Dabei halten sich die Badenden an einem Seil fest, das an den Balken der Hütte befestigt ist, während sie in tieferem Wasser baden – eine traditionelle Methode, um den Wasserdruck zu nutzen. Zudem gibt es kulturelle Stätten wie den Itashiro Onsen Schrein, den Koiri-Schrein und den Kinomata Jizo, die seit jeher als Orte des Gebets für Heilung verehrt werden. Naturfreunde sollten den Otome-Wasserfall und das Numagahara-Hochmoor besuchen, wo man die reiche Biodiversität des Nikko-Nationalparks hautnah erleben kann.
Itashiro Onsen zeigt sich zu jeder Jahreszeit von seiner besten Seite. Von Mai bis Oktober ist die Region ideal für Wanderungen durch das Numagahara-Hochmoor, um seltene Alpenblumen wie die Nikko-Kikyo zu bewundern. Im Sommer bietet die Umgebung des Otome-Wasserfalls eine willkommene Abkühlung. Im Winter ist der Ort ein idealer Rückzugsort für Wellness-Aufenthalte in den heißen Quellen, während der Schneefall eine besonders stille Atmosphäre schafft. Auch kulturelle Ereignisse wie das „Itashiro Onsen Dondoyaki“ im Januar bieten tiefe Einblicke in das lokale Leben.
Neben dem klassischen Onsen-Baden bietet die Region zahlreiche Möglichkeiten für Naturerlebnisse. Die Gegend dient als Ausgangspunkt für Wanderungen in Richtung der Nasu-Berge. Im Numagahara-Hochmoor können Sie auf gut ausgebauten Holzstegen die Flora und Fauna beobachten. Ein moderner Trend in der Region ist zudem das „Modern Toji Workation“, bei dem Reisende die heilende Umgebung nutzen, um eine neue Form des Arbeitens und Entspannens zu entdecken.
Die Umgebung von Itashiro Onsen ist reich an natürlichen Attraktionen. Der Otome-Wasserfall ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt für Naturliebhaber. In der Nähe befinden sich zudem der Miyama-Damm und der dazugehörige Stausee, die eine beeindruckende Gebirgslandschaft bilden. Das Hochmoor Numagahara ist zudem ein zentraler Punkt für alle, die eine anspruchsvollere Wanderung in den Bergen unternehmen möchten.
Für Ihren Aufenthalt in Itashiro Onsen ist eine gute Vorbereitung wichtig. Bei den Zahlungen in den Onsen-Einrichtungen oder Ryokans können Kreditkarten (Visa, MasterCard) oder IC-Karten genutzt werden, jedoch ist in kleineren Geschäften oft Bargeld erforderlich. Für Wanderungen sollten Sie unbedingt festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung einplanen. Bitte beachten Sie die lokale Etikette beim Besuch von Schreinen und in den Thermalanlagen. Da die Verfügbarkeit von englischsprachigem Service je nach Betrieb variiert, empfiehlt es sich, bei größeren Unterkünften vorab zu reservieren.