
Guide
Das in der Stadt Kitsuki in der Präfektur Oita gelegene Isoya-tei ist ein wertvolles historisches Erbe, das die Geschichte der Samurai-Häuser aus der Edo-Zeit lebendig hält. Das Anwesen liegt in einem Gebiet, das einst als „Kitadai Karo Cho“ bekannt war, und zeichnet sich durch eine ruhige Atmosphäre aus, die das Leben der Krieger aus der Zeit der Shogunats-Verwaltung widerspiegelt. Das Anwesen ist nicht nur ein Museum für Architektur, sondern beherbergt auch das „Katsumi Kurihara Museum“, wodurch es zu einem kulturellen Zentrum wird, an dem man die Ästhetik der traditionellen japanischen Sumi-e-Malerei (Tuschemalerei) und die historische Architektur gleichzeitig genießen kann.
Die Geschichte dieses Anwesens reicht bis in die Edo-Zeit zurück. Dokumente belegen, dass hier während der Horeki-Ära (1751–1763) eine Person namens Anzai Genbei lebte. Nach dem großen Brand von Kansei (1800) wurde das Gebäude Teil des offiziellen Anwesens „Rakujutei“. Nach der Aufhebung von Rakujutei im Jahr 1824 erfüllte das Gebäude erneut seine Funktion als Samurai-Residenz. Untersuchungen aus der frühen Meiji-Zeit und Dokumente der Familie Kato bestätigen, dass es sich um den Sitz von Kato Yoemon handelte. Die Architektur bewahrt den Stil der Bunsei- und Tenpo-Epochen (frühes 19. Jahrhundert). Zudem wurden bei jüngsten Untersuchungen Ziegel und Dachziegel mit Aufschriften aus den Jahren 1864 (Bunkyū 4 und Genji 1) gefunden, was die Bedeutung des Ortes als historisches Zeugnis der Endzeit des Shogunats unterstreicht.

Eines der größten Highlights des Isoya-tei ist die durchdachte Landschaftsgestaltung, die es ermöglicht, aus jedem Raum den Blick auf den wunderschönen Garten zu genießen. Die traditionellen Ziegeldächer, die weißen Putzwände und die Holzveranden (Engawa) schaffen ein authentisches japanisches Panorama, das dem Besucher innere Ruhe schenkt. Zudem können Sie im integrierten „Kitsuki Katsumi Kurihara Museum“ kostbare Sumi-e-Gemälde des verstorbenen Künstlers Katsumi Kurihara bewundern und so die japanische Ästhetik aus zwei Perspektiven erleben: der Architektur und der Kunst.
Der japanische Garten zeigt zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht. Im Frühling locken Kirschblüten und Pflaumenblüten, im Sommer das satte Grün der Natur, im Herbst die leuchtenden Herbstfarben und im Winter die stille, friedliche Landschaft. Während der Tag ideal ist, um die natürliche Beleuchtung auf den Veranden zu genießen, ist der Nachmittag besonders empfehlenswert: Das sanfte Licht der tiefer stehenden Sonne erzeugt faszinierende Schatten im Garten, was den Ort ideal für Fotografie und kontemplative Betrachtung macht.

Hier können Sie die traditionelle japanische Wohnkultur hautnah erleben. Ein Moment auf der Engawa (Veranda), während man auf den Garten blickt, lässt den modernen Alltag weit vergessen. Durch die Betrachtung der Sumi-e-Kunst im Museum vertiefen Sie zudem Ihr Verständnis für die japanische Malerei. Das Studium der Struktur eines Samurai-Hauses bietet zudem tiefe Einblicke in die damalige Lebensweise.
Das Isoya-tei liegt inmitten der historischen Straßen von Kitsuki. In der Nähe befinden sich weitere Samurai-Häuser wie das Ohara-Tei, die man wunderbar zu Fuß erkunden kann. Zudem gibt es in der Nähe Onsen-Anlagen (heiße Quellen), sodass Sie nach Ihrer historischen Entdeckungsreise entspannen können.
Da es sich um ein geschütztes historisches Gebäude handelt, wird um einen respektvollen Umgang gebeten. Da der Boden aus Kies, Steinpfaden und teilweise unebenen Flächen besteht, empfehlen wir festes, bequemes Schuhwerk. Bitte beachten Sie die Anweisungen vor Ort bezüglich Fotografie-Verboten in den Ausstellungsräumen.