
Guide
Ishigakiyama-jo ist eine historische Burgruine in der Stadt Odawara, Präfektur Kanagawa. Ursprünglich als „Kasakeyama“ bekannt, erhielt sie ihren heutigen Namen „Ishigakiyama“ (Berg der Steinmauern), da Toyotomi Hideyoshi sie zur Belagerung der Burg Odawara errichtete. Die Anlage zeichnet sich durch die Technik des „Nozura-zumi“ aus, bei der unbehauene Natursteine geschickt aufgeschichtet wurden. Heute ist das Gelände als Teil eines Nationalparks sowie als nationales historisches Denkmal geschützt und wurde 2017 als eine der „100 bedeutendsten Burgen Japans“ ausgezeichnet.
Im Jahr 1590, während der Belagerung von Odawara, ließ Toyotomi Hideyoshi diese Burg errichten. Die Legende besagt, dass sie eine „Einnachtsburg“ (Ichiyo-jo) sei, da sie so schnell errichtet wurde, dass sie wie durch Zauberhand über Nacht erschien. In Wirklichkeit dauerte der Bau etwa 80 Tage. Die Ruinen zeugen von der strategischen Bedeutung der Region. Neben militärischen Funktionen diente der Ort auch für zeremonielle Zwecke, wie etwa Teezeremonien oder den Empfang kaiserlicher Gesandte, was seine kulturelle Bedeutung unterstreicht.

Das markanteste Merkmal sind die massiven Steinmauern im „Nozura-zumi“-Stil. Besonders die Mauern im Bereich „Ido-kuruwa“ sind hervorragend erhalten und zeigen die fortgeschrittene Baukunst der damaligen Zeit. Die Anlage besteht aus verschiedenen Ebenen (Kuruwa) wie Honmaru (Hauptring), Ninomaru, Sanmaru, Minami, Nishi und Ido, die die geschickte Nutzung des Geländes zur Verteidigung verdeutlichen. Funde von Dachziegeln am Standort des ehemaligen Turms belegen die einstige Pracht der Festung.
Die Burg liegt auf einem Grat in etwa 250 m Höhe und bietet ein beeindruckendes Panorama, das sich mit den Jahreszeiten verändert. Besonders im Frühling und Herbst ist die Vegetation farbenfroh und die Aussicht vom Gipfel besonders reizvoll. Da es keine feste Schließzeit gibt, empfehlen wir einen Besuch während der hellen Tagesstunden, um die Textur der Steinmauern und die Topografie optimal erleben zu können. Bitte achten Sie bei Wanderungen auf festes Schuhwerk, da die Pfade je nach Wetterlage rutschig sein können.

Der Besuch ist primär eine Wanderung durch die historische Landschaft. Sie können die Verteidigungsstrukturen hautnah erleben, indem Sie die verschiedenen Ebenen der Burg zu Fuß erkunden. Für tiefergehende Einblicke bietet die NPO Odawara Guide Association gegen Gebühr geführte Touren an (Reservierung erforderlich). Diese Experten erläutern die historische Bedeutung und die technischen Details der Steinbaukunst.
Die Burg liegt im Fuji-Hakone-Izu Nationalpark und ist von unberührter Natur umgeben. Ein Besuch lässt sich ideal mit Touren durch die Region Odawara oder einem Ausflug in die Nähe des Hakone-Gebirges kombinieren.

Da es sich um eine Bergfestung handelt, ist eine gute Vorbereitung wichtig: