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Die Imamura Tenshudo (Imamura Katholische Kirche) ist eine katholische Kirche in der Stadt Oita, Distrikt Mitsui, Präfektur Fukuoka. Dieses im Jahr 1913 fertiggestellte Bauwerk zeichnet sich durch seine markante rote Backsteinarchitektur mit zwei Türmen im romanischen Stil aus. Als nationaler Kulturschatz Japans ist sie ein äußerst wertvolles Beispiel für die Backstein-Sakralarchitektur des Landes. Sie ist ein Symbol für die Geschichte der Menschen, die ihren Glauben über Jahrhunderte hinweg im Verborgenen bewahrten.
Die Geschichte dieses Ortes reicht bis zu den „verborgenen Christen“ (Kakure Kirishitan) der Edo-Zeit zurück. Im Jahr 1867 wurde die Existenz der verborgenen Gläubigen in der Region Imamura durch die Gemeinde von Urakami entdeckt. Mit der Rückkehr zum orthodoxen katholischen Glauben wurde der Bau der heutigen Kirche unter der Leitung von Pater Honda geplant. Der Bau wurde durch Spenden aus dem Ausland, insbesondere aus Deutschland, sowie durch die Arbeitsleistung der lokalen Gläubigen ermöglicht. Auch die Glocken, die einst in den Türmen hingen, wurden während des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmt. Die Kirche ist somit ein Zeugnis für den Erhalt des Glaubens, internationale Unterstützung und die Hingabe der lokalen Gemeinschaft.
Der größte Reiz liegt in der einzigartigen Architektur. Die Fassade mit den zwei hexagonalen Türmen im romanischen Stil wurde nach dem Vorbild der ehemaligen Urakami Kathedrale in Nagasaki entworfen und ist eine seltene Erscheinung für Backsteinbauten in der Region Kyushu. Im Inneren finden sich feine Details wie französische Glasmalereien, 14 Heiligenbilder, die die Passion Christi darstellen, und Säulen aus Holz des Berges Kōra. Bitte beachten Sie jedoch, dass aufgrund laufender Erdbeben-Sicherheitsarbeiten der Zugang zum Innenraum derzeit eingeschränkt ist.
Die historische Atmosphäre der Kirche kann zu jeder Jahreszeit genossen werden. Besonders bei sanftem Sonnenlicht wirkt die Textur der roten Backsteine und die Dreidimensionalität der Architektur besonders eindrucksvoll. Da seit Juni 2022 Renovierungsarbeiten zur Erdbebensicherheit durchgeführt werden, ist der Innenraum oft nicht zugänglich. Für die Betrachtung der Außenansicht empfiehlt es sich, die Stille der Umgebung zu nutzen, um die tiefe historische Bedeutung des Ortes zu reflektieren.
Da derzeit Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden, ist die Teilnahme an regulären Messen oder Besichtigungen des Innenraums eingeschränkt. Der Fokus liegt auf einer „historischen Erkundung“: Beobachten Sie die Architektur von außen und lernen Sie mehr über den historischen Kontext der verborgenen Christen. Ein Spaziergang durch die ruhige Umgebung ermöglicht es, die Spuren des Glaubens nachzuvollziehen, den die Gläubigen einst verteidigten.
Um die Stadt Oita herum erstreckt sich eine geschichtsträchtige Landschaft mit vielen Orten, die die lokale Kultur widerspiegeln. Nach dem Besuch der Kirche empfiehlt sich ein entspannter Spaziergang durch die friedliche Umgebung.
Die Kirche ist ein heiliger Ort und ein geschütztes Kulturgut. Wir bitten Sie, sich respektvoll zu verhalten. Wählen Sie dezente Kleidung und vermeiden Sie zu freizügige oder auffällige Outfits. Da sich die Anlage derzeit in der Sanierung befindet, ist das Betreten der gesperrten Bereiche streng untersagt. Bitte achten Sie zudem auf die Ruhe in der Wohngegend und vermeiden Sie laute Gespräche.