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Die Imabari-jo Burg in der Präfektur Ehime ist ein architektonisches Meisterwerk, das die Meeresumgebung geschickt in seine Verteidigungsstruktur integriert. Zusammen mit den Burgen Takamatsu und Nakatsu zählt sie zu den drei bedeutendsten Wasserburgen Japans. Die Konstruktion war so konzipiert, dass Schiffe direkt von der See in die dreifach geschützten Gräben einfahren konnten, was die Burg zu einem strategisch wichtigen Knotenpunkt für den Seeverkehr machte. Die massiven Steinmauern ragen bis zu 9–13 m in die Höhe, während die breiten Wassergräben von 50–70 m eine beeindruckende Weite bieten.
Der Bau der Burg begann im Jahr 1602 und wurde 1604 vollendet. Ein besonderes Merkmal ist das sogenannte 'Masugata-koguchi' – ein durch Steinmauern und Erdwälle gesicherter Eingangsbereich, der die Verteidigung massiv verstärkte. Obwohl viele Gebäude während der Meiji-Zeit abgerissen wurden, sind die zentralen Steinmauern und die inneren Gräben nahezu vollständig erhalten geblieben und als historisches Denkmal der Präfektur Ehre geschützt. Der heutige Hauptturm (Tenshu) ist eine originalgetreue Rekonstruktion, die den historischen Stil bewahrt.

Das markanteste Merkmal der Imabari-jo ist die einzigartige Verbindung von Wasser und Stein. Die Gräben sind so breit gestaltet, dass sie selbst bei Fernbeschuss effektiv waren. Ein besonderes Detail ist das Gestein der Mauern: An einigen Stellen wurde Marmor aus der Küstenregion verwendet, der der Festung einen glänzenden, weißen und edlen Look verleiht. Vom rekonstruierten Aussichtsturm aus können Besucher die Umgebung überblicken, und auch die historischen Tore wie das 'Kurogane-mon' zeugen von der einstigen Wehrhaftigkeit.
Für einen Besuch der Burg und des Hauptturms sollten Sie etwa 60 bis 75 Minuten einplanen. Im Inneren des Turms finden Sie informative Informationstafeln und Exponate zur Geschichte der Burg. Der oberste Stock bietet eine fantastische Aussicht. Die Parkplätze befindenrem sich auf der Seite des Ote-mon-Tors (Gebühren fallen an). Falls Sie eine geführte Tour wünschen, können Sie sich vor Ort am Parkplatz des Ote-mon-Tors nach Möglichkeiten erkundigen.

Die Burg ist eingebettet in eine malerische Landschaft, in der das Meer und die historische Architektur eine Einheit bilden. Ein Spaziergang entlang der Gräben bietet ideale Fotomotive, besonders wenn das Licht auf den weißen Marmor der Steinmauern fällt.