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Das Hyottoko Natsu Matsuri ist ein traditionsreiches Sommerfest, das jährlich Anfang August in der Stadt Hyuga in der Präfektur Miyazaki gefeiert wird. Der Ursprung liegt im 'Nagata Hyottoko Odori', das Ende der Meiji-Zeit entwickelt wurde. Heute ist es als immaterielles Kulturgut von großer Bedeutung für Hyuga. Das Herzstück des Festes ist die Parade, bei der Tänzer mit lustigen Masken im Rhythmus der traditionellen Musik durch die Straßen ziehen. In den letzten Jahren hat sich das Fest zu einem nationalen Ereignis entwickelt, bei dem über 2.000 Tänzer aus ganz Japan teilnehmen und das Stadtzentrum in ein beeindruckendes Meer aus roten Kimonos verwandeln. Mit jährlich über 70.000 Besuchern ist es eines der bekanntesten Sommerfeste in der Präfektur Miyazaki.
Die Wurzeln des Festes liegen in der Nagata-Region von Hyuga, wo der Arzt Kimiyuki Tachibana Ende der Meiji-Zeit den 'Nagata Hyottoko Odori' schuf. Inspiriert von lokalen Erzählungen und dem Edo-Stil des Shinkura, diente der Tanz ursprünglich als Gebet für eine gute Ernte und den Wohlstand der Nachkommen. 1984 begann die Entwicklung zum heutigen Hyottoko Natsu Matsuri, mit dem Ziel, den lokalen Tanz auf das Niveau des berühmten Awa Odori zu heben. Seit 1992 ist die kulturelle Bedeutung des Festes offiziell als immaterielles Kulturgut der Stadt Hyuga anerkannt.
Der Höhepunkt ist die 'Hyottoko Odori Parade' im Stadtzentrum. Begleitet vom markanten Rhythmus 'Ten-teko-ten, Ten-teko-ten' ziehen Gruppen in der Reihenfolge von Kitsune (Fuchs), Okame, Hyottoko und den jungen Tänzern durch die Straßen. Die Bewegungen sind dynamisch und charakteristisch, etwa das Vorstrecken eines Beins und der Hand in die gleiche Richtung. Ein besonderes Erlebnis ist das Vorabendfest, bei dem nationale Tanzwettbewerbe in verschiedenen Kategorien stattfinden. Die Nähe zwischen Zuschauern und Tänzern ist einzigartig; es ist sogar Tradition, dass Zuschauer den Lieblingstänzern 'Tänzer-Medaillen' schenken, was die Gemeinschaft stärkt.
Das Hauptfest findet meist am ersten Samstag im August statt. Da es ein Sommerfest ist, finden die Aktivitäten primlich abends und in der Nacht statt, um der Hitze zu entgehen. Die Zeit der Parade ist besonders farbenfroh, wenn die roten Kimonos das Stadtbild dominieren. Das Abendprogramm bietet zudem die perfekte Gelegenheit, die tiefe kulturelle Bedeutung der traditionellen Künste zu erleben.
Neben dem Beobachten der Parade können Besucher aktiv am Geschehen teilnehmen. Durch das System der 'Tänzer-Medaillen' entsteht eine besondere Interaktion zwischen Publikum und Akteuren. Um die Darbietungen voll zu genießen, empfiehlt es sich, den Rhythmus des 'Ten-teko-ten' vorab kennenzulernen. Die kulturelle Kontinuität wird auch durch die Nutzung spezieller CDs zur Tanzpraxis gewahrt.
Der Hauptschauplatz ist der 'Akagare Hiroba' (Hyuga Station Plaza) sowie das Stadtzentrum von Hyuga. Sogar die Melodie am JR Hyuga Bahnhof ist vom Rhythmus des Festes inspiriert, sodass man die Feststimmung schon bei der Ankunft spürt.