
Guide
Die Hyakumanben-Kreuzung (Hyakumanben Kousaten) in der Stadt Kyoto (Bezirk Sakyo) ist der markante Schnittpunkt der Straßen Imadegawa-dori und Higashioji-dori. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Yoshida-Campus der Kyoto-Universität ist das Viertel als lebendiges Studentenquartier bekannt. Hier finden Sie eine bunte Mischung aus modernen Fast-Food-Ketten, Convenience Stores und traditionellen, seit Generationen bestehenden Geschäften. Es ist ein Ort, an dem sich der schnelle Wandel der Zeit und die Beständigkeit der kyoto-typischen Alltagskultur widerspiegeln.
Der Name „Hyakumanben“ ist tief in der Geschichte verwurzelt und bezieht sich auf den Chion-ji Tempel, der nordöstlich der Kreuzung liegt. Der Legende nach verbreitete sich im Jahr 1331 eine schwere Epidemie. Der Zen-Meister Zena Kuun an dem Chion-ji Tempel rezitierte das „Hyakumanben Nenbutsu“ (Millionen Gebete), woraufhin die Seuche nachließ. Als Anerkennung für diese Tat verlieh Kaiser Go-Daigo dem Ort den Namen „Hyakmanben“ (Millionen Gebete). Zudem ist die Gegend historisch bedeutsam, da hier einst die Villa „Yoshida Izumi-dono“ des Aristokraten Saionji Kintsune stand.
In der Umgebung der Kreuzung finden sich zahlreiche kulturelle Schätze. An der südöstlichen Ecke grenzt der Hauptcampus der Kyoto-Universität an, wo man noch heute historische Steinmauern bewundern kann, die vermutlich aus der Zeit des Owari-Clans stammen. Im Nordosten befinden sich der Chion-ji Tempel sowie traditionsreiche Läden wie der Schreibwarenladen „Chokudo“ und der Antiquariatsbuchladen „Yoshioka Shoten“. Die nordwestliche Seite wird durch das Orient Hyakumanben Building geprägt, das eine moderne Mischung aus Cafés, Restaurants (wie Saizeriya) und Convenience Stores bietet und das typische Bild eines modernen Studentenviertels zeichnet.
Ein besonderes Highlight ist die Zeit des Gozan no Okuribi (Feuerfest im August). Wenn die riesigen Schriftzeichen auf den Bergen entzündet werden, dient die Gegend um die Hyakumanben-Kreuzung als ein wichtiger Beobachtungspunkt, ähnlich wie die Gegend um den Demachiyanagi-Bahnhof. In den Abendstunden verwandelt sich das Viertel in einen belebten Treffpunkt für Studenten, der durch die vielen beleuchteten Restaurants und die dynamische Atmosphäre besticht.
Erleben Sie das authentische Studentenleben in Kyoto. Ein Spaziergang durch die Seitenstraßen führt Sie an kleinen Cafés und traditionellen Süßwarengeschäften wie „Kagiya Masatoki“ vorbei, wo Sie die lokale Esskultur hautnah erleben können. Die Nähe zur Universität macht die Gegend zu einem idealen Ort, um das junge, kreative Kyoto abseits der großen Touristenpfade zu entdecken.
Südlich der Kreuzung erstreckt sich der weitläufige Yoshida-Campus der Kyoto-Universität. Richtung Osten führt der Weg in Richtung Shirakawa-dori und dem Silbernen Pavillon (Ginkaku-ji), während man nach Westen zum Fluss Kamo und zum Bahnhof Demachiyanagi gelangt. Im Norden bieten Buslinien eine gute Anbindung in Richtung Karyo.
Die Kreuzung selbst ist ein öffentlicher Raum und jederzeit zugänglich. Bitte beachten Sie beim Besuch der umliegenden Geschäfte und Restaurants, ob diese Barzahlung oder Kartenzahlung akzeptieren. Wenn Sie die umliegenden Tempel oder den Universitätscampus besuchen, ist ein respektvoller Umgang mit der lokalen Umgebung und die Einhaltung der Etikette (besonders beim Fotografieren) sehr wichtig. Für die Nutzung der Busse empfiehlt es sich, vorab ein IC-Ticket (wie Suica oder Icoca) aufzuladen.