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Honzan-ji ist ein Tempel der Kōya Shingon-Schule in der Stadt Mitoyo, Präfektur Kagawa. Der Tempel trägt den Bergnamen Shippō-zan und den Namen der Institution Jihō-in. Als der 70. Tempel der Shikoku 88 Tempel-Pilgerreise ist er über 1200 Jahre alt. Das Gelände besticht durch seine historisch wertvollen Bauwerke, darunter die als Nationalschatz ausgewiesene Haupthalle und die beeindruckende, etwa 31,75 m hohe fünfstöckige Pagode.
Die Ursprünge von Honzan-ji gehen auf das Jahr 807 (Daidō 2) zurück, als der Tempel auf Wunsch des Kaisers Mommu durch Kōbō Daishi gegründet wurde. Ursprünglich als Chōfuku-ji bekannt, erhielt der Tempel in der Edo-Zeit (ca. 19. Jahrhundert) seinen heutigen Namen Honzan-ji. Eine Legende besagt, dass der Tempel während der Angriffe der Truppen von Chosokabe Motochika im 16. Jahrhundert vor der Zerstörung bewahrt wurde, da eine Erscheinung des Amida Nyorai die Flammen des Krieges abwendete.

Das bedeutendste Bauwerk ist die Haupthalle (Hondo), die im Jahr 1300 errichtet wurde und als Nationalschatz (Kokuho) gilt. Die Architektur ist eine klassische esoterische Tempelhalle im Wayo-Stil mit subtilen Zen-Elementen. Die Hauptgottheit ist die Bato Kannon, eine einzigartige Erscheinung unter den Shikoku-Tempeln, flankiert von Yakushi Nyorai und Amida Nyorai.
Ein weiteres Wahrzeichen ist die fünfstöckige Pagode mit einer Höhe von 31,75 m, die im Jahr 2014 als bedeutendes Kulturgut eingestuft wurde. Weitere Gebäude wie die Daishi-do, Jūō-dō, die Glockenstube und das große Tor zeugen von der Architektur der Edo- und Meiji-Zeit.
Honzan-ji bietet faszinierende saisonale Traditionen. Im Februar und März findet eine über 100 Jahre alte Tradition der Hina-Puppen-Ausstellung statt. Im Sommer wird das einzigartige 'Kyuri Kaji' (Gurken-Ritual) durchgeführt, bei dem Gebete in Gurken eingeschlossen werden. Ein weiteres Highlight ist das 'Tōrō Nagashi' (Laternenfest) am 23. August.
Für Gläubige ist der Goma-Feuer-Ritual am 28. jeden Monats um 09:00 Uhr ein besonderer Moment, um die tiefe spirituelle Kraft des Ortes zu spüren.

Besucher können die japanische buddhistische Kultur hautnah erleben, indem sie die historischen Gebäude umrunden. Besonders die Architektur der Schatz-Halle und der Pagode ist ein Erlebnis für Liebhaber der Geschichte. Der Tempel ist auch ein wichtiger Rastplatz für Pilger auf der Shikoku-Route.
Honzan-ji liegt strategisch zwischen dem 69. Tempel (Kan'on-ji, ca. 4,5 km entfernt) und dem 71. Tempel (Miyataki-dera, ca. 11,3 km entfernt) und ist tief in der Pilgerkultur der Region verwurzelt.
Bitte beachten Sie die Etikette bei Ihrem Besuch. Da es sich um ein geschütztes Kulturgut handelt, wird um respektvolles Verhalten gebeten.