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Honraku-ji ist ein Tempel der Shingon-Schule in der Stadt Mima, Präfektur Tokushima. Die Gestaltung des Gartens erfolgte unter der Anleitung von Tschiiichi Saito, einem Schüler des berühmten Gartenbauers Mirei Shigemori. Das herausragendste Merkmal ist der prachtvolle Karesansui-Garten (Trockengarten), der die Landschaft des Yoshino-Flusses als 'Shakkei' (geborgte Landschaft) in das Design integriert. Die Architektur und der Garten nutzen das natürliche Gelände perfekt aus, was einen Ort vollkommener Stille und Harmonie mit der Natur schafft.
Der Tempel blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Heian-Zeit reicht. Obwohl viele der heutigen Gebäude aufgrund von Kriegen oder Bränden in der neueren Zeit (Heisei-Ära) neu errichtet oder renoviert wurden, bleibt der traditionelle Geist lebendig. Der Abt verfolgt die Philosophie, zum spirituellen Glück und zur kulturellen Verbesserung beizutragen. Dies zeigt sich in der kontinuierlichen Pflege des Gartens und der Bewirtung der Gäste. Zu den architektonischen Highlights gehören die Amida-do-Halle (neu errichtet 1990) und die Goma-do-Halle (2009).

Beim Durchschreiten des Tempeltors eröffnet sich sofort der Blick auf den Karesansui-Garten, der den Yoshino-Fluss und die umliegenden Berge als lebendiges Hintergrundbild nutzt. Die Kunstfertigkeit zeigt sich in der Art und Weise, wie die natürliche Topografie in die Architektur einfließt, wie etwa bei den 'Kake-zukuri'-Strukturen (Gebäude auf Stelzen/Hanglage). Die Amida-do und die Goma-do Hallen sind Beispiele für diese einzigartige Bauweise, die sich harmonisch an den Hang schmiegt. Ein Spaziergang durch den weitläufigen japanischen Garten bietet ein Gefühl der Verbindung zwischen menschlicher Gestaltung und natürlicher Wildnis.
Honraku-ji zeigt zu jeder Jahreszeit ein neues Gesicht. Besonders die saisonalen Gemüsekreationen der Küche und die wechselnden Farben des Gartens machen jeden Besuch einzigartig. Die Besuchszeiten sind von April bis November von 9:00 bis 16:30 Uhr und von Dezember bis März von 9:00 bis 17:00 Uhr. Ein Besuch am Vormittag oder frühen Nachmittag ist ideal, um das Spiel von Licht und Schatten in der Gartenanlage voll zu genießen.

Neben dem reinen Betrachten bietet der Tempel auch Aktivitäten für die Sinne. In der Teestube können Sie Matcha (grüner Tee) und traditionelle Süßigkeiten genießen, während Sie die Brise auf der Anhöhe spüren. Auch das Schreiben von Sutren (Shakyo) ist möglich; alle benötigten Utensilien werden bereitgestellt, was eine wunderbare Gelegenheit zur Meditation bietet. Für ein tieferes kulturelles Erlebnis können Sie nach vorheriger Anmeldung auch an einem traditionellen Mahl (Shojin-Ryori oder Shokado-Bento) teilnehmen.
Der Tempel liegt am Yoshino-Fluss in Mima. In der Nähe finden Sie historische Orte wie die 'Wakamachi Udatsu'-Straßen, die für ihre traditionelle Architektur bekannt sind. Dies eignet sich hervorragend für eine Kulturreise durch das westliche Tokushima. Bitte beachten Sie, dass die Straßen in der Umgebung teilweise schmal sein können.
Beim Besuch eines Tempels ist Respekt geboten. Wir empfehlen dezente Kleidung. Da man in vielen Gebäuden die Schuhe auszieht, sind Socken sehr empfehlenswert. Bitte beachten Sie, dass Zahlungen (für Tee, Sutren-Schreiben oder Mahlzeiten) in der Regel nur in bar möglich sind. Für die traditionellen Mahlzeiten ist eine rechtzeitige Reservierung zwingend erforderlich. Bitte achten Sie beim Fotografieren auf die geltenden Regeln und bewahren Sie die Ruhe des Ortes.