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Honpuji ist das Hauptheiligtum der Nichiren-Schule und liegt im Bezirk Kamigyo der Stadt Kyoto. Der Tempel blickt auf eine lange Geschichte der Wiederaufbauphasen zurück. Er ist tief verwurzelt in der Geschichte bedeutender Künstler wie Hon Ami Koetsu und Hasegawa Tohaku. Auf dem Gelände befinden sich zahlreiche als Kulturgut der Präfektur Kyoto ausgewiesene Gebäude, darunter die Haupthalle, die Kaizan-do, die Tahoto-Pagode und das Nio-mon-Tor. Es ist ein Ort der Stille, an dem man die traditionelle japanische Architektur und die filigrane Schönheit der Gärten hautnah erleben kann.
Die Ursprünge von Honpuji gehen auf das Jahr 1436 zurück, als Nichinin die „Kotsu-sho“ gründete. Der Tempel diente über Jahrhunderte als Grabstätte der Familie Hon Ami. Nach mehreren Bränden und Standortwechseln wurde der Tempel im Jahr 1587 auf Befehl von Toyotomi Hideyoshi an seinen heutigen Standort verlegt. Die heutige Anlage wurde maßgeblich durch die Unterstützung von Hon Ami Koetsi und seinem Sohn geprägt. Auch der berühmte Maler Hasegawa Tohaku war eng mit dem Tempel verbunden, da er zeitweise in der Kyogyo-in, einer Nebenhalle des Tempels, residierte. Zahlreiche Werke und Relikte, die mit ihm in Verbindung stehen, werden noch heute bewahrt.

Die Haupthalle (Hondo), die 1797 neu errichtet wurde, beherbergt eine Tafel mit der Kalligrafie von Hon Ami Koetsu. Die Architektur der umliegenden Gebäude wie die Kaizan-do oder die Glockenturm-Struktur zeugt von der prachtvollen Holzbaukunst der Edo-Zeit. Ein absolutes Muss ist der „Tomoe-no-Niwa“, ein als nationale Sehenswürdigkeit eingestufter Karesansui-Garten (Trockenlandschaftsgarten). Dieser Garten, der die Form des Tomoe-Symbols durch drei Hügel darstellt, gilt als Meisterwerk der japanischen Gartenkunst. Im Inneren der Haupthalle finden Besucher zudem prachtvolle goldene buddhistische Kunstwerke, die eine feierliche Atmosphäre schaffen.
Honpuji zeigt zu jeder Jahreszeit einen anderen Charme. Besonders im Frühling harmonieren die Kirschblüten und die Blumen rund um die Kaizan-do perfekt mit der historischen Architektur. Um die Farbenpracht der goldenen Verzierungen im Inneren und die feinen Details des Gartens am besten zu erleben, empfiehlt sich ein Besuch während der hellen Tagesstunden. Wer die vollkommene Stille sucht, sollte die weniger belebten Vormittagsstunden nutzen.

Der Fokus liegt auf der Kontemplation und der Wertschätzung der traditionellen japanischen Ästhetik. Das Betrachten der von Hon Ami Koetsu gepflanzten Kiefern und des kunstvollen Steingartens bietet eine willkommene Auszeit vom Alltag. Besucher können tief in die Geschichte Kyotos eintauchen, indem sie sich mit den Hinterlassenschaften der Familie Hon Ami und den Werken von Hasegawa Tohaku beschäftigen.
Der Tempel befindet sich im Bezirk Kamigyo, einer Gegend, die reich an weiteren historischen Tempeln und traditionellen Stadtstrukturen ist. Ein Spaziergang durch die umliegenden Viertel ergänzt den kulturellen Besuch ideal.

Beim Besuch des Tempels ist dezente, angemessene Kleidung ratsam. Da es sich um eine heilige Stätte mit wertvollen Kulturgütern handelt, bitten wir um Respekt und die Einhaltung der geltenden Regeln. Bitte beachten Sie die Hinweise in den „Inbound-Tipps“.