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Hokokuji, gelegen in der Stadt Kamakura, ist ein Tempel der Kencho-ji-Linie der Rinzai-Zen-Schule. Das Herzstück des Tempels ist der weitläufige „Bambusgarten“ hinter der Haupthalle, in dem etwa 2.000 Bambusstämme in den Himmel ragen. Das Zusammenspiel aus den hohen Bambuswäldern und den saisonalen Blumen schafft eine Atmosphäre der vollkommenen Harmonie zwischen Natur und historischer Architektur.
Hokokuji ist ein Tempel mit einer tiefen Verbindung zur Geschichte von Kamakura. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Bewahrung der japanischen Geisteskultur durch verschiedene traditionelle Zeremonien. Zu den jährlichen Ereignissen gehören die „Daihannya-e“ im Januar (Gebet für eine reiche Ernte), die „Nehan-e“ im Februar sowie die „Gotan-e“ im April, um die Geburt Buddhas zu feiern.

Die größte Attraktion ist der Blick auf den Bambuswald hinter der Haupthalle. Das sanfte Licht, das durch die hohen Bambusstämme fällt, kombiniert mit dem Geräusch des Wassers und dem Vogelgezwitscher, bietet ein meditatives Erlebnis. Ein besonderes Highlight ist das Teehaus „Kyukojan“, in dem Sie bei einer Tasse Matcha und traditionellen Süßigkeiten den Blick auf den Bambusgarten genießen können.
Hokokuji zeigt sich zu jeder Jahreszeit von einer neuen Seite. Besonders die leuchtend grüne Farbe des Bambus im Frühling und Sommer sowie die wechselnden saisonalen Blumen machen jeden Besuch einzigartig. Wer die Stille suchen möchte, sollte die „Sonntags-Zazen-Sitzung“ (Nichiyo Zazen-kai) am frühen Sonntagmorgen nutzen, um Zen-Meditation in der klaren Morgenluft zu praktizieren.

Jeden Sonntagmorgen findet die „Nichiyo Zazen-kai“ statt. Die Anmeldung erfolgt von 7:00 bis 7:30 Uhr, die Sitzung selbst läuft von 7:30 bis 9:15 Uhr. Dies ist eine authentische Gelegenheit, die Zen-Praxis zu erleben. Bitte beachten Sie, dass die Anleitung in der Regel auf Japanisch erfolgt.
Im Teehaus Kyukojan können Sie Matcha und traditionelle Süßigkeiten genießen, während Sie auf den Bambusgarten blicken. Der Verkauf der Matcha-Sets ist jeweils bis 15:30 Uhr möglich. Es ist der perfekte Ort, um die Stille der Natur zu genießen.
Besucher können ein Goshuin (einen rituellen Stempel) der Seikanzon Bosatsu (Teil der Kamakura Sanjusankanzon) erhalten. Das Sammeln von Goshuin ist eine wunderbare Möglichkeit, die japanische Tempelkultur kennenzulernen.
Die Region Kamakura ist reich an weiteren historischen Tempeln und Naturdenkmäladen. Eine Kombination von Hokokuji mit einem Spaziergang durch das Hase-Viertel oder die Stadt Kamakura ermöglicht ein noch tieferes Eintauchen in die japanische Kultur.

Für Eintrittsgelder, Goshuin und den Matcha-Tee ist Bargeld erforderlich. Die Nutzung von Kreditkarten oder IC-Karten sollte vorab am Empfang geklärt werden.
Bitte beachten Sie, dass die Beschilderung und die Unterstützung durch das Personal in Bezug auf Englisch begrenzt sind. Zen-Zeremonien werden prim¿end auf Japanisch durchgeführt.
Für die Teilnahme an der Zazen-Sitzung ist keine Reservierung nötig, aber kommen Sie rechtzeitig zur Anmeldung. Bequeme, lockere Kleidung wird empfohlen. Da es im Sommer warm werden kann, ist ein Handtuch oder ein Wechselshirt hilfreich.
Das Fotografieren der Personen, die die Goshuin schreiben, sowie das direkte Anfordern bestimmter Schreiber ist untersagt. Bitte bewahren Sie im Tempelgelände Ruhe und respektieren Sie die geltenden Regeln für Tempelbesuche.