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Der Botanische Garten der Hokkaido-Universität ist eine akademisch bedeutende Einrichtung, die sich mitten in Sapporo befindet und tief in die Natur und Geschichte Hokkaidos eintauchen lässt. Der Garten wurde 1886 während der Ära der Sapporo Agricultural College gegründet, um die botanische Forschung und Ausbildung zu fördern. Die Anlage umfasst verschiedene Bereiche, darunter eine Zone, die den ursprünglichen Urwald Hokkaidos rekonstruiert, sowie ein Museum mit bedeutenden Kulturgütern. Der Garten dient nicht nur der Erholung, sondern auch dem Schutz seltener Pflanzenarten und der Bewahrung der Naturgeschichte der Region.
Die Wurzeln des Gartens reichen bis auf die Empfehlung von W.S. Clark, dem ersten Direktor der Sapporo Agricultural College, zurück. Er betonte die Notwendigkeit eines botanischen Gartens für die Ausbildung in Botanik und Gartenbau. Die Anlage wurde später von dem Botaniker Kingo Miyabe geplant und entwickelte sich zu einer der ältesten botanischen Einrichtungen Japans. Der Garten bewahrt zudem das kulturelle Erbe der nördlichen Völker, wie der Ainu, Wili ta und Niwka. Das Hauptgebäude des Museums beherbergt Exponate, die die Geschichte der frühen Besiedlung und die Entwicklung der Naturgeschichte der Insel dokumentieren.

Der Garten teilt sich primlich in zwei Bereiche: den botanischen Teil und den naturhistorischen/kulturellen Teil. Im botanischen Bereich finden Sie eine beeindruckende Vielfalt, von typischen Pflanzen wie dem Ezo-Kirschbaum bis hin zu einem speziellen 'Canadian Rock Garden' und einem Rosengarten. Der museale Teil beherbergt das Hauptgebäude des Museums, das als wichtiges Kulturgut eingestuft ist. Hier können Besucher präparierte Tiere sowie antike Keramiken aus der Jomon- und Satsumon-Zeit bewundern. Ein besonderes Highlight ist das Exponat des berühmten Schlittenhundes Taro, der für seine Aktivitäten in der Antarktis bekannt war, was einen tiefen Einblick in die Geschichte der Erkundung bietet.
Der Garten zeigt zu jeder Jahreszeit ein anderes Gesicht. Im Frühling locken Flieder und Ende Mai die Blütezeit der Levure-Primeln. Im Sommer und Herbst eignet sich die weitläufige Grünfläche ideal für entspannte Spaziergänge durch die rekonstruierten Urwälder. Die Öffnungszeiten sind von 09:00 bis 16:30 Uhr (letzter Einlass um 16:00 Uhr). Ein Besuch während der hellen Tagesstunden wird empfohlen, um sowohl die botanischen Details als auch die Museumsexponate optimal erleben zu können.

Besucher können viel über die Beziehung zwischen der Flora und den Kulturen der nördlichen Völker lernen. Im 'Museum für die Kulturen der nördlichen Völker' erfährt man zudem viel über die Ainu-Kultur und die Geschichte von Dr. John Batchelor. Bitte beachten Sie, dass der Zugang zum Glashaus aufgrund von Alterungserscheinungen vorübergehend eingeschränkt sein kann, die Ruhebereiche in der Nähe jedoch weiterhin nutzbar sind.
Der Garten liegt direkt auf dem Campus der Hokkaido-Universität und ist somit sehr gut erreichbar. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum von Sapporo. Von den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten wie dem Bahnhof Sapporo oder der U-Bahn-Station Odori aus ist der Garten in wenigen Minuten erreichbar. Dies macht ihn zu einem idealen Zwischenstopp während einer Städtereise durch Sapporo.
Da das Gelände weitläufig ist, empfehlen wir dringend festes, bequemes Schuhwerk. Bitte achten Sie auf die saisonalen Temperaturschwankungen. Für den Eintritt ist Bargeld erforderlich. Gruppen müssen sich mindestens zwei Wochen im Voraus telefonisch anmelden. Da es sich um eine wissenschaftliche Einrichtung handelt, wird um einen respektvollen Umgang mit den Pflanzen und Exponaten gebeten. Informationen sind teilweise auch auf Englisch verfügbar.