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Das Hojo Go-dai Matsuri in der Stadt Odawara (Präfektur Kanagawa) ist eines der bedeutendsten historischen Ereignisse der Region. Das Fest dient dazu, die Pracht der Go-Hojo-Familie zu würdigen, die während der Sengoku-Zeit über fünf Generationen hinweg das Zentrum der Macht in der Burg Odawara bildete. Im Jahr 2024 feierte das Fest bereits sein 60. Jubiläum. Das Herzstück des Ereignisses ist die massive Parade mit rund 2.000 Teilnehmern. Zu den spektakulären Attraktionen gehören die prachtvollen Umzüge der Samurai, die die verschiedenen Herrscher der Hojo-Dynastie darstellen, sowie die dramatischen Schüsse der Gewehrformationen und die musikalischen Darbietungen lokaler Musikgruppen. Die Stadt wird von Bannern mit dem Familienwappen der Hojo, dem 'Mitsu-uroko' (drei Schuppen), geschmückt, was die historische Atmosphäre perfekt unterstreicht.
Dieses Fest ist weit mehr als eine bloße Zeremonie; es ist ein wichtiges kulturelles Ereignis, um die Geschichte der Region an die nächste Generation weiterzugeben. Durch die Nachstellung der Herrscher der Go-Hojo-Ära wird die regionale Identität gestärkt. Ursprünglich waren die Festivitäten der Schreine Matsubara, O-Inari, Sanno und Ikami getrennte Ereignisse. Um jedoch die touristische Attraktivität zu erhöhen und die Organisation effizienter zu gestalten, wurden diese Feste zu einem großen, dynamischen Gesamtereignis zusammengeführt. So verschmelzen die Prozessionen der heiligen Sänften (Mikoshi) mit den Samurai-Umzügen zu einem imposanten Spektakel, das die Geschichte der legendären Krieger in die Moderne bringt.
Die Parade ist äußerst vielfältig gestaltet. Im Mittelpunkt stehen die Samurai-Aufzüge, die die fünf Generationen der Herrscher repräsentieren: von Sojun (dem Gründer) über Ujisuna und Ujiyasu bis hin zu Masanobu und Naotaka. Die Teilnehmer tragen detailgetreue historische Kostüme, die die Atmosphäre der Sengoku-Zeit perfekt einfangen. Ein besonderer Höhepunkt sind die Gewehrschüsse, die durch ihre visuelle und akustische Wucht für Gänsehautmomente sorgen. Ergänzt wird das Ganze durch moderne Elemente wie die Musik der Japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte (JGSDF) sowie lokale Blaskapellen und Tanzgruppen. Den krönenden Abschluss bildet der Umzug der heiligen Sänften, der die Energie des Festes auf den Gipfel treibt.
Das Fest findet jährlich am 4. und 5. Mai statt, wenn die Natur in der Region um Odawara in vollem Grün steht. Da die Parade sehr lang ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig einen Platz an den Straßen oder in den überdachten Einkaufsstraßen (Shotengai) zu finden. Die Reihenfolge beginnt meist mit den Samurai-Gruppen, gefolgt von den Musikgruppen und endet mit den Mikoshi-Trägern. Da die Zeitpläne variieren können, ist ein Blick auf die lokalen Ankündigungen vor Ort ratsam.
Besucher können die detailreichen Rüstungen der Samurai und die taktischen Formationen der Gewehrschützen aus nächster Nähe erleben. Da die Parade durch die belebten Einkaufsstraßen führt, lässt sich das Fest wunderbar mit einem Besuch der lokalen Geschäfte und Gastronomie verbinden. Die Atmosphäre ist lebendig und verbindet historische Ehrfurcht mit moderner Volksfeststimmung.
Die Route der Parade führt durch das Stadtzentrum von Odawara, in der Nähe der historischen Burg Odawara. Da die Straßen während des Festes extrem überfüllt sind, ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zwingend erforderlich. Die Anreise über den Bahnhof Odawara ist der einfachste Weg.